Szenario Staatsbankrott?

„Wer die makroökonomische und die Haushaltslage realistisch betrachtet, kann nicht im Ernst das Szenario eines Staatsbankrotts in Betracht ziehen.“

9 Antworten auf “Szenario Staatsbankrott?

  1. Es ist immer eine Frage des Staates. Handelt es sich nicht um einen braven Liebling der linken Brüsseler Bürokratie, sondern um so einen, der ab und zu in die bräsige EU-Suppe spuckt, wird noch ordentlich nachgetreten. Andere Staaten wie Frankreich mit der höchsten Verschuldung in der EU (bedenkt man alle Schulen von Staat, Gemeinden, Firmen und Privaten) werden gestützt. Mir ist nicht bekannt dass jemand vom slowenischen Staatsbankrott redet, obwohl deren Verschuldung zuletzt ähnlich stieg wie die von Ungarn in etwa gleicher Höhe. (fast 80% zum Bip) Nachteil für Ungarn: In krisenhaften Zeiten ist die kleine Währung der Spekulation freigegeben. Soros freut es.

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    1. Slowenien hat den Euro.
      Das ist eben ein gravierender Unterschied.

      Da braucht es auch gar keine wilden Verschwörungstheorien, um die Gründe zu verstehen, warum Ungarn besonders stark von der Krise betroffen ist.

      So souverän die Orban-Regierung immer sein wollte, so souverän hat sie Ungarn in diese Misere gesteuert.

      Wer ständig verbal in Richtung EU schnappt, darf sich nicht wundern, wenn sich die Hand mit den EU-Mitteln zurückzieht. Das war und ist schlicht eine miese Außenpolitik, deren Folgen nun die Ungarn ertragen müssen – z.B. in Form eines schlechten Wechselkurses und damit höheren Preisen.

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      1. Slowenien hat den Euro. Welch eine Erkenntnis. Na, habe ich da etwa das Gegenteil behauptet? Und der Rest ist auch die immergleich Leier. Ich habe gesagt, dass durch die eigene Währung Ungarn verletzlich ist. Das ist eben der Nachteil. Eigene Währungen können aber auch Vorteile haben, wenn man in das Korsett passt, wie zb. A oder NL. Aber Sie wissen ja, wo dank der EZB der Euro ist. Gegen die Wand… in einer tiefen Sackgasse.

        Übrigens fehlt Ihr Smilie.

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        1. Sie wollten wissen, warum niemand vom slowenischen Staatsbankrott redet.
          Die Antwort liegt im Euro-Raum.

          Will sich die Orban Regierung nun Geld leihen, so muss sie sehr hohe Zinsen in Kauf nehmen. Sie muss zudem auch Kredite in Fremdwährung aufnehmen, die sich mit jeder weiteren Abwertung des Forint verteuern.
          Für einen Kredit über 1 Mio.Euro mussten im April noch 370 Mio.Forint
          für eine Rückzahlung aufgebracht werden. Nun sind es schon 427 Mio.Forint – also 57 Mio.Forint mehr.

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          1. Wer (wie Ungarn) nicht zum eigenen Ruin gehorcht, wird freilich mit Wirtschaftskrieg überzogen. Die EU, als Vasall der USA/Multis, betreibt den uralten Grundsatz: Willst du nicht mein Bruder sein, hau ich dir den Schädel ein. Aber davon darf man sich nicht einschüchtern lassen.

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            1. Wer in Kleinstaaterei sein eigenes Süppchen kochen will, sollte sich nicht beklagen, wenn die großen Staatenbunde nur noch Kartoffelsuppe wollen und keine Erbsen fürs Süppchen des Kleinstaates mehr anbauen und liefern.
              Die EU ist die zweitgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA.
              Beide machen sehr gute Geschäfte miteinander.
              Dagegen ist Ungarn allein nun einmal ziemlich unbedeutend – ganz egal wie laut Orban auch tönen mag.
              Wer auf Kleinstaaterei setzt, wird zum Spielball der Großen und zum “Vasall”.

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