Parlamentspräsident László Kövér

„Zwischen dem Ideal und der Realität Europas bestand noch nie eine so große Kluft wie heute. Der Wohlstand und die Freiheit Europas waren noch nie so bedroht wie heute. Was den Krieg in der Ukraine betrifft, so ist die Europäische Kommission lediglich in der Lage, die Wirtschaft der europäischen Länder mit unwirksamen Sanktionen zur Bestrafung Russlands zu ruinieren, jedoch nicht europäische Interessen zu verteidigen. Europa ist nicht der Gestalter, sondern der Leidtragende der Weltpolitik.“

Parlamentspräsident László Kövér anlässlich des Europa-Tages am 9. Mai im Parlament

11 Antworten auf “Parlamentspräsident László Kövér

  1. Hoffentlich hat Viktor das auch der Ursula gestern gesagt und ihr dabei beim Abendessen in die Suppe gespuckt. Es ist lächerlich, wie momentan im Westen davon schwurbelt, dass die Demokratie in der Ukraine gerettet werden müsste. Auf solche Falschetikettierung fällt kein Ungar herein.

    1. Gut bemerkt; aber offensichtlich kann Fidesz sich doch nicht zu sagen trauen, wie es mit der Ukraine wirklich steht: Putsch der US-Marionetten 2014 gegen den frei gewählten rußlandfreundlichen Präsidenten, der sich nicht zum Umlenken zum Westen nötigen lassen wollte; seither Zwang gegen die rußlandfreundliche Mehrheit im Schwarzmeeergebiet und im Donbass, deren Niederdrückung mit Hilfe des ultranationalistischen neuen Asow-Regiments, gegen deren faschistische Embleme der Westen dort nichts einzuwenden hat. Wenn Fidesz davon reden würde, würde dann der Westen wohl in Ungarn ungefragt weiter einmarschieren oder es so wie in der Ukraine machen: Waffen an die ungarische Opposition für einen Putsch verteilen?

      1. Wenn EU und Nato die nächste Eskalationsstufe zünden, ist es soweit. Die ung. Regierung wird dann Farbe bekennen und der imperialistischen USA-Politik die rote Karte zeigen. Momentan ist es nur die gelbe. Weder Gas- noch Ölembargo werden in Ungarn akzeptiert werden. Nachbarländer wie Rumänien werden im Chaos versinken, wenn die linken und linksliberalen Kriegstreiber sich durchsetzen. Wie wäre es jetzt mit einem Nato-Manöver wie im September 2021 auf dem Territorium der Ukraine. Der 3.WK müsste beim zweiten Versuch doch gelingen.
        Wir werden hier gleich die stimme des US-Imperialisten hören.

  2. Bei cicero lesen Sie heute:
    “EZB-Chefin Lagarde: Von allen guten Geistern verlassen
    Trotz gefährlich steigender Inflation kauft die Europäische Zentralbank (EZB) noch mehr Staatsanleihen und dehnt die Geldmenge weiter aus. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat die Interessen der überschuldeten Euro-Staaten im Blick. Denn für die ist die Geldentwertung prima. Was die Sparer verlieren, gewinnt der Staat. Man nennt das eine Inflationssteuer. Eine Steuer, die ohne jede demokratische Legitimation die Bürger enteignet.”

    Ja wirklich, die EU ist eine glückseeliger Ort.

  3. Kövér hat offensichtlich nicht den historischen Blick der Gründungsmitglieder.
    Denen liegt nach weit mehr als einem halben Jahrhundert etwas daran, die Intergration der EU voranzubringen.

    Wer zudem die Freiheit und den Wohlstand Europas bedroht, ist z.Z. Putins Angriffskrieg.
    Ansonsten feiern doch gerade Orban und Fidesz ständig die wirtschaftlichen Fortschritt – und dies seit 12 Jahren.

    Bayern hat auch keinen Zugang zum Meer.
    Hört man von Söder etwa “Atombomben”-Methapher?
    Wettert Söder etwa ständig gegen die EU, obwohl nun BMW ein Werk in Ungarn und nicht in Bayern baut?

    Selbstlob und Untergangsgejammer verklingen beim Fidesz wohl selbst nach dem Wahlkampf nicht.

    1. Bauen geht ja wohl in Ungarn besser, da es den EU-Schwachsinn nicht mitmacht. Und den nennen Sie Integration. Wenigstens die Ungarn haben zu viel Verstand für das Motto: “Führerin, befiehl den Selbstmord; wir folgen.”
      Die Bedrohung kommt militärisch und wirtschaftlich vom Westen.

    1. Bayern ist ein größeres und bevölkerungsreicheres Land als Ungarn.
      Und Bayern ist Teil der Bundesrepublik Deutschland, wie Ungarn teil der EU sein könnte.
      Bayern ist als Bundesland im Föderalstaat Deutschland von einem armen landwirtschaftlich geprägten Land zu dem Land geworden, dessen Unternehmen nun in Ungarn investieren können.
      Dabei haben die Bayern nichts von ihrer Identität und ihren Traditionen eingebüßt.
      Und als Teil der Bundesrepublik muss Söder eben auch nicht derart jammern, wie es Orban aktuell tut. Gemeinsamkeit bedeutet eben Stärke und Sicherheit.
      Kleinstaaterei bedeutet Angst, Abhängigkeiten und Jammern.

    1. Nein. Bayern hat seinen Erfolg dem föderalen Staat zu verdanken, dem das Bundesland angehört.

      Wenn Kövér beklagt, dass die EU “nicht der Gestalter” ist, dann liegt dies an der Kleinstaaterei und dem Fehlen bundesstaatlicher Ausgestaltung der Zuständigkeiten und Strukturen.
      Erst ein europäischer, föderaler Bundesstaat kann der internationale Gestalter sein, den Kövér vermisst.

      Bayern allein wäre auf europäischer Ebene einer von vielen Staaten. Als Teil der Bundesrepublik jedoch …

Schreibe einen Kommentar