Orbán zu Rassismus-Vorwürfen

„Wir wollen Ungarn nicht zum Einwanderungsland machen, wir wollen unsere Zivilisation ganz einfach so bewahren, wie sie ist.“

21 Antworten auf “Orbán zu Rassismus-Vorwürfen

  1. Dies relativiert aber nicht die populistischen Äußerungen, die Orban in Rumänien von sich gab.
    Den erneuten Schaden den der Ruf Ungarns durch seine Äußerungen nahm, lässt sich nicht so leicht wieder beseitigen.

      1. Dieses ständige Gerede über das Volk.
        Orban selbst sagt ja nun, dass er sich mißverständlich ausgedrückt hat – eben weil es ein wachsweicher und verschwommener Begriff ist, dieses Wort “Volk”.

        30 Jahre hatten sich die Europäer die Köpfe eingeschlagen, beim Streit um die richtige Religion.
        In Niederbayern beklagen sich die Leut über das preußische Deutsch.

        Vor 200 Jahren war die Frau noch “das Weib” und im Besitz des Mannes.

        Vor etwas mehr als einem Jahrtausend waren die Ungarn selbst noch Migranten.
        Und auch heute noch leben viele Ungarn in anderen Ländern mit fremder Sprache, fremder Religion, fremder Kultur.

  2. Richtig! Die Ungarn begreifen sich als “Volk” im ursprünglichen Sinne. Sie sind stolz darauf. Das gefällt mir sehr gut und den meisten Deutschsprachigen in Ungarn auch.
    Mit ausgemachten pathologischen Orban-Hassern haben die meisten nichts am Hut. Aber was soll man sonst von den Hatzigs dieses Landes erwarten, die noch nicht mal zum eigenen “Volk” ein positives Verhältnis haben? Die sind hier im falschen Land.

    1. Falsch.
      Nur ein Drittel der Ungarn versteht sich als Orban-Volk – eben nur die Fidesz-Wähler. Denn mehr haben Fidesz nun einmal nicht ihre Stimme gegeben.
      Orban vertritt als Regierungschef nur das Staatsvolk im Sinne der Bevölkerung eines Staates.

      Aber auch ein ethnisch homogenes Volk hätte keinen einheitlichen Willen.

  3. Ist das so schwer zu begreifen? Es gibt kein ” Orban-Volk”. Es gibt ein ungarisches Volk. Zum ungarischen Volk gehören alle Ungarn, egal wie, was der wen sie wählen.
    Ein ungarisches Äquivalent zur deutschenhassenden linken deutschen Regierung wäre kaum vorstellbar.

    1. Orban vertritt nicht das ethnische Volk der Ungarn, sondern wurde nur vom Staatsvolk Ungarns gewählt.
      Was verstehen Sie denn daran nicht?

      Und Orban spricht sowieso nicht für dieses ethnische Volk, denn dieses hat keinen einheitlichen Willen, auch wenn Orban und die Fidesz-Leutchen sich einbilden, allein ihr Wille müsse der Wille aller Ungarn sein. 😉

  4. Unsinn. Auch alle Auslandsungarn haben Anspruch auf die ungarische Staatsbürgerschaft und sind in Ungarn wahlberechtigt.
    Btw.: Ihre Orbanphobie langweilt. Ich habe verstanden, dass Sie ihn hassen, warum auch immer.

  5. Wer bei den Frittenteutonen die Glotze anschmeißt, weiß die Aussagen von Orbán einzuschätzen und vielleicht zu schätzen. Kaum eine TV-Werbung, wo nicht ein hell- bis dunkelbraunes Mädl oder Bub uns freundlich anschaut, damit wir was kaufen. Die Realität hinkt noch eine wenig der Darstellung hinterher. Wunderbar, nur belegt es eben die Aussagen von Orbán. Er hätte nur nicht den Begriff faj (Sorte oder auch Rasse) benutzten sollen, sondern “ethnische Gruppe”. Frage: Kann hier irgend einer den Unterschied zwischen einem Menschen aus Uganda und Schweden nicht erkennen?

    1. Ja – ganz schrecklich. In GB droht z.B. der Untergang, da dort jemand wie Rishi Sunak Prime Minister werden könnte. 😉

      Und in Deutschland sah man ständig Leute wie Şahin und Türeci im Fernsehen, als es um Impfstoffe ging. Man muss sich nur auch ansehen, was Şahin und Türeci aus Biontech gemacht haben, um zu erkennen, wohin uns diese Vermischung ethnischer Gruppen führt.
      Nein! – also so etwas will ein aufrechter Rechter natürlich nicht. 😉 😀

      1. Da hat niemand was dagegen, wenn Menschen türkischer Abstammung Genspritzen produzieren und Milliarden Steuereinnahmen für die Stadt Mainz generieren, die auf einer Wissenschaft und Anwendungsidee basiert, die von einer Ungarin kommt. (Katalin Karikó)
        Ganz Europa ist bereits eine europäische!! Melange. Gut so, allerdings kann man immer noch einen Norweger von einem Sizilianer unterscheiden, von Ausnahmen abgesehen.
        Übrigens sagt auch Orbán, dass die heutigen Ungarn genetisch nur sehr wenig verwandt sind mit den gar nicht so sympathischen landnehmenden Magyaren im 10. Jh , die wie die grausamen Wikinger ganze Dörfer abgeschlachtet haben. Es gab mal einen Spiegelartikel, in dem behauptet wurde, dass zwischen Sprache und Ethnie weitgehend Übereinstimmung wäre, bei den Ungarn jedoch weniger. Ich denke, das stimmt.

        1. Eine Gesellschaft ohne Entwicklung ist eine sterbende Gesellschaft.
          Gerade die unvollständige Reproduktion von Normen und Werten im Wechsel der Generationen bringt eine Gesellschaft voran.
          Was die Rechten anstreben, ist Stagnation.

          Hollywood produziert gerne und viel in Ungarn – aber eben nicht in ungarischer Sprache und auch nicht nur mit ungarischen Gesichtern.

          Gegen türkischstämmige Expats deutscher Automobilhersteller hat der Volksbewahrer Orban überraschenderweise auch nichts.
          Für asiatische Stundenten will Fidesz nun sogar eine neue Universität bauen. Also ich erkennen den Unterschied zwischen einem Asiaten und einem Ungarn, wenn ich sie sehen.

          Was bei Fidesz und den Rechten übrigens noch immer nicht verstanden wird:
          Trotz Corona- und Ukraine-Krise sind die Arbeitslosenzahlen niedrig und vielmehr klagen die Firmen über Arbeitskräftemangel.
          Nach 12 Jahren Orban-Regierung hat sich an der demographischen Entwicklung nichts geändert: Immer mehr Alte und immer weniger Junge.

            1. Es ist ein Unterschied, ob ein Staat Expats ins Land lässt oder echte Migration zulässt.
              Beim Amtsantritt Orbans waren noch jeder 6te im Rentenalter. Heute ist es schon jeder 5te.
              Und der Anteil der 15-64jährigen ging während Orbans Regierungszeit stetig zurück.

              Es nützt Ungarn auch ziemlich wenig, wenn deutsche Rentner zuwandern, während junge Ungarn auswandern.

        2. Drutschland hat Zigtausende Jugendkucge aus Spanien zu Azsbildung, zu Arbeit angeworben. In Spanien gab es sehr hohe Jugendsrbeitskodigkeit.
          Nun, die meisten sind zurück In ihre Heimat zurückgegangen
          Arbeitstempo, Way of life ist in Deutschland war für sie unakzeptabel. Innerhalb der EU.
          Das selbe Gtuechenland, Portugál.

          1. Deutsche Firmen bilden auch in Ungarn junge Menschen im Dualen System aus.
            Und ungarische Firmen werben sie nach der Ausbildung dann ab.

            Warum sollten junge Leute nicht in ihre Heimat und zu ihrer Familie zurückkehren, wenn sie dort gute Zukunftsaussichten haben?

            Diese Form der Strukturförderung ist weit effizienter als die Überweisung von EU-Steuergeldern.

            Leider hat die Fidesz-Regierung die Bedeutung von Bildung und Ausbildung offensichtlich nicht erkannt:
            “Bildung war einer der größten Verlierer der letzten 10 Jahre”
            https://www.portfolio.hu/gazdasag/20220730/az-oktatas-mar-osszeomlott-de-a-romjai-alatt-is-jol-elvagyunk-558221

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