Orbán über den Ukraine-Krieg
„In meinem Kopf läuten die Alarmglocken. Für viele scheint die Front weit weg zu sein, aber wenn sich die Situation schnell ändert, werden wir die Namen von Städten hören, die wir kennen. Die Front könnte sich schneller der ungarischen Grenze nähern, als wir denken.“

Neuerdings dürfen die ukrainischen Truppen sich lieber zurückziehen statt sich ausschalten zu lassen, damit ihre Front nicht zusammenbricht. Im Donbass steht sicher die Mehrheit der Bevölkerung hinter den Separatisten; aber in der Zentral- und Westukraine nicht, das hat sich im April bestätigt, darum wird die Front nicht Ungarn nahekommen. Sollte aber die ukrainische Bevölkerung nicht mehr hinter Selenski stehen, würde sie auf einen Friedensvorschlag drängen, den Rußland nicht ablehnen kann: das könnte aber nur sein, daß die ukrainischen Staatsbezirke das Recht bekämen, auszutreten.
Da hat Orban leider recht.
Würde Putin seine militärischen Ziele erreichen, dann stünden die russischen Panzer eben nicht an der deutschen sondern an der ungarischen Grenze. Und die Gebiete der ungarischen Minderheit in der Ukraine würden der Sowjet-Zeit ähneln – mit russischen Kasernen.
Wie schön, dass alle gesicherte Meinungen haben!