Minister über Rezession

„Der Westen wird 2023 ganz sicher in Rezession fallen, anders lässt sich die Inflation nicht bekämpfen. No pain, no gain!“

3 Antworten auf “Minister über Rezession

  1. 1 Euro jetzt knapp 410 HUF, während der Euro gegenüber dem Dollar abschmiert in Richtung Parität.

    Das bedeutet, dass Ungarn jetzt nicht mehr weit von einer schweren Rezession entfernt ist. Was auch die hohen Zinsen eigentlich schon haben erwarten lassen. Gleichzeit subventioniert der Staat viele Produkte/Kredite über den Haushalt, was zum Wertverlust des Forints wesentlich beiträgt. Das führt wiederum zu einer Verteuerung der Importe und beeinträchtigt die Handelsbilanz zusätzlich negativ, auch weil die Exporte unter Druck wegen der weltweit nachlassenden wirtschaftlichen Nachfrage geraten.

    Im Euroland wird der Abwertungsdruck auf die Währung zukünftig weiter enorm zunehmen und die Inflation wird irgendwann unerträglich werden, da die Zentralbank die Zinsen zu lange zu niedrig belassen, damit die Südländer weiter ihre Schulden bedienen können.

  2. Gleichzeitig werden die Spreads zwischen dem Süden und dem Norden im Euroland drastisch ansteigen, was zu weiteren Interventionen der Zentralbank in den Markt führen wird. Die EZB behautet zwar, dass dazu kein zusätzliches Geld in den Markt gepumpt wird, um Staatsanleihen von den Südländern zu kaufen, was man bei Aussagen der EZB aber getrost bezweifeln darf. Man spricht vom Verkauf von vorhandener Papiere aus den Nordländern, um damit zusätzliche Anleihen aus dem Süden zu kaufen. Niemand weiß aber, wie sich diese Marktmanipulation am Ende auswirkt. Jeder beabsichtige Effekt hat immer auch viele unbeabsichtigte, die dann weitere Manipulationen nach sich ziehen usw.

    Derweil verbilligen sich wegen der Abwertung insbesondere beim Exportland Nr. 1 Deutschland die Exporte, die aber zunehmend auf geringe Nachfrage im Ausland treffen (wenn der Kostenvorteil nicht durch die teuren Energieimporte aufgefressen wird). Die Importe (insbesondere Energie) werden sich durch den Abwertungsdruck weiter verteuern, was sich auf alle Konsumartikel der Menschen auswirken wird, bei denen insbesondere Energie eine Rolle spielt. Wie gerade berichtet, ist die deutsche Leistungsbilanz nach über 30 Jahren erstmalig wieder ins Negative gerutscht und das trotz eines sich bereits in der Vergangenheit stark abwertenden Euros.

    Im Euroland wird früher oder später der Druck in Richtung Zinserhöhung massiv ansteigen, was das System an seine Belastungsgrenze führen wird. Ob es zu einen Austritt aus dem Euroverbund kommen wird oder zu einer massiven Verbraucherpreisinflation kommt oder andere unbeabsichtigte Effekte auftreten, wissen nur die Götter.

    Zusätzlich kommt noch hinzu, dass Europa insgesamt bereits jetzt erkennbar in eine Rezession abgleitet. In der Vergangenheit hat man durch zusätzliche Verschuldung (Erhöhung der Nachfrage) gegengesteuert. Das geht nicht mehr, ohne die Inflation weiter anzuheizen. Die Arbeitslosigkeit wird wieder ein großes Problem werden und die allgem. Unzufriedenheit wird ansteigen. Kommt es zu sozialen Unruhen? Auf Europa kommen SEHR schwere Zeiten zu!

  3. Auch die seit einem Monate fallende Erdöl- und Erdgaspreise, deuten auf eine bevorstehende Rezession hin:

    Brent Crude Öl = 104,12 $ – höchster Preis im aktuellen Zyklus ca. 120 $
    Erdgas natural = 5,60 $ – höchster Preis im aktuellen Zyklus ca. 9,40 $

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel