György Matolcsy über Ungarns Wirtschaftskraft

„Nachdem wir das vergangene Jahrzehnt gewinnen konnten, erreichen wir bis 2030 das durchschnittliche Lebensniveau der EU.“

3 Antworten auf “György Matolcsy über Ungarns Wirtschaftskraft

    1. Ja, das genau das habe ich gerade auch gedacht.
      Beispiel aktuell: Momentan boomt der Bau, aber bis Jahresende könnten viele, die in dieser angeheizten Branche arbeiten, ihren Arbeitsplatz verlieren, weil nur dann gebaut oder investiert wird, wenn die Preise einigermaßen kalkulierbar sind und obendrein nicht durch die Decke schießen. Planungssicherheit ist existenziell.
      Diesen und andere Grundsätze hat die EZB (und die EU) immer missachtet, weil ihr Ziel von Herrn Draghi diktiert wurde. Wenn ich schaue, wie groß die Hörigkeit der deutschen Medien gegenüber dieser linken Wirtschaftspolitik ist, die das Ziel hat, durch Inflation die Staatsschulden zu reduzieren, wird mir ganz schlecht. Aus dieser Sackgasse kommt man nur durch einen Systemcrash heraus. Man informiert sich am besten bei guten breit aufgestellten Ökonomen, die verstehen die Zusammenhänge, nicht bei von Ideologisch getriebenen Politik-Azubis der deutschen Bundesregierung.

  1. All die Milliarden der EU dienten und dienen schließlich der Angleichung des Lebensniveaus in der EU.
    Es wäre wirklich bitter, wenn Ungarn dieses Ziel nicht auch bald erreichen würde.
    Wobei man sich durch Prozentwerte eben auch nicht blenden lassen sollte.
    7 Prozent von 500 sind 35
    während
    4 Prozent von 1000 eben 40 sind.

    Soll heißen:
    Wenn das BIP in einem EU-Land um 7% wächst, dann bedeutet dies eben nicht automatisch, dass sich das BIP dem eines anderen EU-Landes mit 4% Wachstum annähert.

    Das BIP-Wachstum Ungarns muss also mehr als doppelt so hoch sein, um sich dem EU-Durchschnitt anzunähern.
    Und um nominell in gleicher Höhe wie z.B. Dänemark zu wachsen, müsste das ungarische BIP um einen zweistelligen Prozentwert zulegen.

    Die rechten Untergangspropheten verschließen immer gerne ihre Augen vor der Realität und leben in ihrer apokalyptischen Albtraumwelt – die Bedauernswerten.

Schreibe einen Kommentar