Ein Pächter zum verlängerten Preisstopp für Benzin und Diesel

„Ich bin wütend, habe aber keine Ahnung, was ich tun soll. Schließen will ich nicht, weil ich eine Strafe der Steuerbehörde befürchte, mit der Tankstelle aber mache ich jeden Tag mehr Verluste.“

43 Antworten auf “Ein Pächter zum verlängerten Preisstopp für Benzin und Diesel

  1. Ich bin mir sicher, die Ölindustrie hat nicht gestern eingekauft.
    Ich wundere mich in Deutschland, wie kann es vorkommen?, dass innerhalb 1-2 Stunden die Benzinpreise auch mal 10 Cent hoch und runter gehen. Die Spot Preise werden gleich den Verbrsuchern weitergegeben aber nur in eine Richtung nach oben.
    Ich hoffe, der Pächter kommt durch.

  2. Es wird vieln das Genick brechen ! Sie sehen das immer von den grossen, der Ölindustrie. Die berührt das sicher nicht. Aber wenn Sie was für 100 Forint einkaufen und dann für 95 Forint verkaufen, halten Sie das nicht lange durch. Übrigens wird das nur der grossen Gesellschaft hier in die Karten spielen, dann habe die das Monopol, gabs schon mal, Ergebnis bekannt.

  3. Warum? Es heißt doch, im Dezember habe sich der Ölpreis beruhigt. Nicht mehr? Trotzdem wird noch Benzin angeboten. Der Rohölpreis trifft aber alle Anbieter. Ist die Mineralölsteuer etwa in Ungarn auch so in die Höhe getrieben, wie das im Westen geschieht und als gute Sache hingestellt wird, unter dem falschen Vorwand von Klimaerwärmung?

  4. Es ist nicht ausgeschlossen. Ich hoffe sehr, dass im Sommer, sagen wir mal am 30.6. sieht man die Zahlen der Arbeitslosen in Ungarn und auch in Deutschland. Als die “Maßnahmen” ausgelaufen werden. In Deutschland werden viele Kleinbetriebe schließen. Kundendienst, Handwerker, die auf Auto angewiesen sind. Vorgestern gab es Tankstelle mit € 2.- Ist besser?
    Wie die Grünen sich vorstellen, mit Lastfahrrad zu fahren ist – nun blöd.

    1. Ja – die armen Handwerker in Deutschland, die schließen werden, weil sie den Aufträgen und Anfragen gar nicht mehr nachkommen.
      Wenn heute eine Stadt einen Bauauftrag ausschreibt, dann erhält sie oft nur ein Angebot von einer Baufirma.

      “Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg blieb im Dezember 2021 stabil bei 3,4 Prozent. Die Jugendarbeitslosenquote sinkt auf ein Rekordtief von 2,1 Prozent.”
      https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/arbeitsmarkt-in-baden-wuerttemberg-weiter-robust/
      Schreckliche Zahlen. 😉 😀

        1. Sie sind wirklich unmöglich.
          Wahrscheinlich gehören Sie zu denen, die selbst nichts beitragen und von der Gesellschaft unterhalten werden, aber dennoch reden Sie von “Berufssrbritslosen”.

          Übrigens waren es die Linkn, die einst die staatliche Altersversorgung und soziale Absicherung erstritten hatten.
          Wer heute aus seinem Rentnersessel über die Linken wie den Feind spricht, der sollte sich auch einmal darüber bewußt werden.

          Wer ALG2 erhält, zählt übrigens in der Arbeitslosenstatistik mit hinein.
          Und dennoch ist die Arbeitslosenquote in BW so niedrig.
          Selbst während der Corona-Krise ist BW also nah der Vollbeschäftigung, von der man bei einer Quote unter 3% spricht.

          Un nur mal zum Vergleich und zur richtigen Einordung:
          Ungarn und BW haben etwa die gleiche Einwohnerzahl.
          Jugendarbeitslosenquoten in Ungarn im November 2021: 12,4%
          Jugendarbeitslosenquoten in Baden-Württemberg im Dezember 2021: 2,1%

            1. Richtig.
              Daher konnte Deutschland in den Jahren vor Corona auch ohne neue Schulden auskommen und die Sozialkassen ordentlich Polster anlegen.
              Das hatte dann während der Corona-Krise sehr geholfen.

              Es waren gute Zeiten für alle EU-Staaten.
              Und auch die Corona-Krise haben alle EU-Staaten wirtschaftlich relativ gut überstanden.

  5. Staatliche Eingriffe sind besonders bedenklich und mittel- sowie langfristig schädlich.
    Eigentlich ist das beste staatliche Steuerungsinstrument die Steuergesetzgebung – also die Steuern.
    Da die Wahlgeschenke von Fidesz jedoch jeglichen Spielraum für eine Reduktion der Steuern aufgefressen hat, müssen nun die Unternehmen die Kosten tragen.
    Nur die großen Unternehmen haben die finanzielle Kraft unprofitable Preise für Monate zu überstehen. Kleine Unternehmen werden jedoch aus dem Markt gedrängt.
    MOL kann dies z.B. gut überstehen und ist danach sogar lästige Konkurrenz los. 😉
    “… Immobilienfirma Indotek und … Mineralölfirma MOL … . Deren Chefs sind Verbündete von Orban.
    Auch wenn Orban also abgewählt würde, hätten er und sein Zirkel bei dieser maßgeblichen Infrastruktureinrichtung noch Einfluss.”
    https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-das-system-orban-schadet-deutschen-unternehmen/27706506.html

      1. Der Handelsblatt Artikel war damals sehr aufreiserisch, plakativ.
        Es ist richtig, dass das Anteile- Kauf zumindest verschoben wurde. Das Anteil Kauf der internationalen Flughafen eines Landes seitens Staat ist in sich vernünftig. Abwarten.

      1. Wer in seiner Regierungserklärung schreibt, er kenne die Diktatur, und dann aber Preise diktiert und regierungsnahen Konzernen Betriebe zuschiebt (wenn auch zeitlich begrenzt), der hat offensichtlich aus der Vergangenheit gelernt. 😉

  6. Herr Ackermann, nein ich habe das nicht falsch verstanden. Zufällig kenne ich einen der Pächter, der gibt ganz auf. Und das wird vielen so, gehen. Es ist für uns Verbraucher natürlich angenehmer den gedeckelten Preis zu zahlen, aber auf lange Sicht werden wir die Rechnung schon noch bekommen. Ich bleibe bei meiner Meinug, man hätte, wenn schon Preisnachlass, das wie in Polen machen sollen. Die Steuer runter. Aber die vielen Wahlgeschenke muss ja irgendwer bezahlen. Und das sind am Ende wir, die Steuerzahler und Verbraucher.

    1. Es geht um zwei Paar Schuhe. Dass viele endgültig aufgeben werden, liegt bei solchen Preisdiktaten auf der Hand. Dem ITM geht es nur darum, trotz Zwangslage der Pächter den Betrieb dort zu gewährleisten, wo es keine Alternative gibt. Dafür kommt nur die MOL in Frage, und nur vorübergehend, für die Zeit des Diktats. Wie das BWL-technisch geregelt werden soll, steht auf einem anderen Blatt.

      1. Ich glaube, AfA Semku g hatte nicht funktioniert. Bei Endverbraucher nach 3-4 Wochen hätte man nichts mehr bemerkt.
        Sehe DeugychlNd mit Hotel MwSt Senkung, was die FDP einmal durchgeboxt hat.
        Wahrscheinlich gibt es keinen guten Weg, außer mehr Ölforderung.

        1. Wie hier mit der unternehmerischen Freiheit umgesprungen wird, ist bedenklich. Mit den Steuern lenkt die Orbán-Regierung natürlich auch, die Steuerreform bis 2012 hatte es in sich. Bei aller Kritik kann man die Philosophie akzeptieren, den Verbrauch (hoch) zu besteuern. Probleme ergeben sich hinsichtlich Wettbewerb und dadurch, dass ausgerechnet die Reichen ihren Verbrauch am leichtesten ins Ausland umlenken können.

          1. Richtig.
            Die Steuerpolitik kann man inhaltlich kritisieren, aber sie ist das Steuerungsinstrument einer Regierung.
            Die Steuerreform 2012 hat ihre Vorteile – Steuervereinfachung – und Nachteile – hohe Verbrauchssteuer – , aber sie ist legitim.
            Auch die Einkommenssteuerbefreiung bis 25 Jahre ist ein interessanter Ansatz, dessen Vor- und Nachteile man abwägen kann.
            Wichtig ist dabei aber eben ein solider Staatshaushalt und eine Finanzpolitik, die auch die hohe Nachfrage und somit die Inflation im Auge hat.
            Wenn allein in Deutschland von 250 Milliarden € ausgegangen wird, die die Haushalte während Corona aufgespart hatten und nun in den Konsum fließen werden, dann sollte der Staat besser keine weiteren Gelder verteilen, die mit Krediten finanziert werden.

          2. Es geht um 2 Philosophie.
            Ob Einko.menstruer oder Verbrauchensteuer hoch.
            Ich bin für Einkommensteuer niedrig und MwSt hoch. So sind die Verbrsucher frei zu entscheiden, wie und was die kaufen .
            Es gibt in der USA solche Wirtschaftphilosophen, die das Einkommensteuer überhaupt in Frage stellen. Steuer sollten die Unternehmen zahlen, dort werden die Gewinne realisiert.
            Die Arbritnehmer als Lohn erhalten nicht das Wert, was sie herstellen. Es bringt aber in dem konkreten Fall nichts.
            Der Stast möge bitte mich nicht umerziehen und lenken. Wenn sonst der Individum so großgeschrieben ist, warum uniformisieren.

            1. Liebe Frau Westermann. Wirschaftspolitik ist dann doch etwas komplizierter. Ich bin Unternehmer. Und klar , mache ich das um Gewinne zu erzielen, die dann auch wieder ins Unternehmen einfliessen. Das unternehmerische Risiko trage ich alleine, nicht die Mitarbeiter. Als es 2020 mit Corona zwei Monate keine Produktion gab, erhielten alle Mitarbeiter Ihren Lohn, keiner wurde entlassen. Das ging im Unternehmen an die Substanz. Da sagte keiner, ich will jetzt keinen Lohn ! Und um solche Risiken tragen zu können, müssen Unternehmen halt Gewinn machen. Die Verbrauchssteuer hoch, da bin ich bei Ihnen bei Luxusgütern (Auch SUV). Aber Grundbedarf (In D 7% Mwst) wir hier eindeutig zu hoch besteuert, und trifft die geringen Einkommen.

              1. Ich verstehe Sie gut, ich war in meinem Leben Jahrelang Angestellte dann mehr noch in Privatwirtschaft.
                Wenn man an einem Finger beißt, tut weh, wenn man an dem anderen tut auch weh.
                So etwas, wie Gerechtigkeit gibt es nicht. Es ist auch nicht gerecht, wenn ein “Gutverdiener” bis Ende Juli für Steuer arbeitet. Auch nicht, wenn ein Wenigverdiener weniger verdient, als jemand, der aus Steuergeld – also von dem Gemeinschaft ernährt wird. Von mir aus, man sollte hier negativ Steuer einführen und nicht vom Alimente Abhängigkeit schaffen. Sonst wird man – ja manipulierbar.
                Wie eine absolute Wahrheit auch nicht gibt.
                Sorry, wir sind weit weg von der Tankstelle.

  7. Nun es gibt da schon zwei Arten die Preise zu senken, die eine wälzt das auf die Handler ab, die andere senkt den Steuersatz, wenn auch nur vorübergehend. Es ist ja nicht nur die Mwst (Áfa) die den Sprit so teuer macht. Da sind schon noch insgesamt 50 % drauf ! Das hätte man machen können, aber dann fehlen dem Staat halt noch mehr Milliarden.

    1. Genau. Ohne Steuern wäre der Sprit billiger als Mineralwasser. Die ÁFA zu senken probierten die Sozialisten wiederholt, ging jeweils schief, also verpuffte für die Verbraucher, weil sich die Händler den Vorteil in die eigene Tasche steckten. Das ist auch eine ungarische Realität. Ich kenne ebenso wie Sie Tankstellen-Pächter, Gemüsehändler etc., die durch die Bank aus dem Stöhnen nicht herauskommen, aber in Verlegenheit kämen, müssten sie ihr Vermögen einmal offenlegen.

      1. In Polen hat PiS die Steuer auf Benzin und Diesel gesenkt.
        Und nun kostet dort der Liter Super Benzin weniger als in Ungarn: Unter 1,20€/l.

        An die “Vermögen” von Tankstellen-Pächtern, Gemüsehändlern etc. zu wollen, ist …

      2. Herr Ackermann, hier gebe ich Ihnen vollkommen recht, leider ist die Mentalität in Sachen Steuern hier eine andere. deswegen gibts ja kein Steuermodell wie in D. Hier waren, zur Zeit als es die 2 geteilte Steuer gab, alle als Minimallohnempfänger angemeldet, und fuhrem das dickste Auto. Deswegen ist ja die Mwst so hoch, da gibts keine trickserei. Aber trotzdem hätte man ähnlich wie in Polen über einen kurzen Zeitraum die Mineralölsteuer senken können. Wenn sie als Geschäftsmann was für 100 Forint kaufen und für 90 Forint verkaufen, können Sie das halt nicht längere Zeit. Und bei aller Ungerechtigkeit, die Tankstellenpächter, haben von dem Kuchen am wenigsten.

  8. Das stimmt, ich finde es aber gerechter , die Idee dahinter, wer mehr tragen kann , soll das auch tun ist schon OK. Und einigermassen funktionierts ja auch. Aber Betrüger gibts überall, und an die grossen traut sich eh keiner, nirgendwo.

    1. Das ist doch aber das Problem am deutschen Steuersystem:
      Es bietet sehr viele legale Möglichkeiten das Einkommen klein zu rechnen – zu viele.
      Das Steuersystem ist derart kompliziert, dass allein schon daraus Steuerungerechtigkeit entsteht.

  9. Ich fands, als ich noch in Deutsctland arbeitete ganz Ok. So kompliziert war das nicht. Für meine Erklarung brauchte ich inder Regel eine Viertelstunde. Als Otto Normalverbraucher, gibts da nicht so vile Ausnahmen. Und die welche es gibt, haben sich halt in über 100 Jahren angesammelt, und wurden nicht wieder abgeschafft. Oder erinnert sich noch jemand warum die Sektsteuer eingeführt wurde ?

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