Außenminister über Korruption

„Wo Korruption vorherrscht, kann man kein Rekordwachstum erzielen. In Ungarn gibt es keine Korruption.“

8 Antworten auf “Außenminister über Korruption

  1. Seit wann ist Szijjártó auch Satiriker? 😀

    Rekordwachstum in Euro pro Kopf findet man in Ungarn übrigens nicht.
    In Österreich wuchs das BIP pro Kopf im Jahr 2021 um 2630$.
    In Ungarn legte das BIP pro Kopf 2021 jedoch nur um 1270$ zu. Gegenüber Österreich ist Ungarn also um 1360$ zurückgefallen.
    Es wäre für Ungarn ohne Korruption weit mehr drin gewesen.

    1. Ihre Bemerkung ist auch Real-Satire.
      Seit wann vergleicht man Birnen mit Äpfeln?
      Das Rekordwachstum handelt von jenen 7,1% in 2021, die Ungarn seit 1990 kein einziges Mal erreichte. Was hat das bitte schön mit Österreich zu tun?

      1. Prozente allein sagen nun einmal nicht viel aus.
        7% von 100 sind 7.
        2% von 400 sind aber nun einmal 8.

        Wer behauptet, es gebe keine Korruption, will und wird auch nichts dagegen tun.
        Aber Korruption hemmt nun einmal die wirtschaftliche Entwicklung erheblich.

          1. Dieses “Rekordwachstum” kann man durchaus hinterfragen.

            Nachdem es 2020 einen Einbruch gab, folgte 2021 nun einmal ein globaler Aufschwung, auf dem auch Ungarn mitschwamm.
            Aber es ist eben immer eine Frage des Grundwertes, wenn man von Prozenten spricht.

            Vergleicht man 2021 mit 2018 und 2019 ist das Wachstum eben nicht rekordmäßig.
            2020 standen schließlich Fabriken still und Geschäfte blieben geschlossen. Es ist keine besondere Steigerung der Wirtschaftsleistung, wenn im Jahr 2021 wieder an mehr Tagen produziert und gearbeitet werden konnte.
            MOL büßte 2020 immer fast ein Viertel des Umsatzes von 2019 ein. Wen wundert es, dass 2021 ausgehend von den niedrigen Zahlen von 2020 enorme Umsatzsteigerungen erreicht werden konnten.

            1. ad 1. Das dürfen Sie gerne.
              ad 2. Niemand hat bestritten, dass auch andere Länder tolle Wachstumszahlen hinlegten, eben aus besagten Gründen.
              ad 3. Man vergleicht nicht willkürlich, sondern methodisch.
              ad 4. Niemand wundert sich.

    1. Es wird im Artikel immer über EU-Bürokratie gesprochen.

      In Wirklichkeit hatten die EU-Mitgliedsstaaten den Rechtsstaatsmechanismus beschlossen.
      Ebenso muss eine breite Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten eine Mittelkürzung beschließen, sollte die ungarische Regierung es soweit kommen lassen.

      Die EU ist nun einmal eine Union von 27 Staaten, die sich nicht von einem Staat mit gerade einmal 2% der EU-Einwohner vorschreiben lassen, was die anderen 98% zu tun und zu lassen haben.
      Das EU-Parlament wurde von 100% der EU-Bürgern gewählt.
      Die EU-Kommission wird durch Kommissare besetzt, die die Mitgliedsstaaten entsenden.
      Wenn eine Regierung, die von 1% der EU-Einwohner gewählt wurde, denkt, sie müsste ständig auf Konfrontation gehen, ist dies eben für ihre Beliebtheit bei den anderen EU-Regierungen nicht förderlich.

      Beim nun aktivierten Rechtsstaatsmechanismus geht es um konkrete Missstände, die die ordnungsgemäße Verwendung von EU-Steuergeldern gefährden.

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