OP-Erfolg

Stents sind hier veraltet

Ein von der Fa. Abbott entwickeltes neuartiges Gefäßnetz zur Behandlung von Patienten mit Gefäßverschluss wurde in Ungarn erstmals in der Klinik für Medizinische Bildgebung der Uni Pécs (PTE KK) implantiert.
19. Januar 2026 17:10

Das Verfahren stellt einen Meilenstein in der Behandlung von Gefäßstenosen dar und könnte einen Fortschritt für Patienten bedeuten, denen aufgrund schwerer Gefäßstenosen der Extremitäten eine Amputation droht. Das kürzlich implantierte ESPRIT BTK, ein spezielles, netzartiges Implantat, wird im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs in das Gefäß eingeführt. Mithilfe von Bildgebungsverfahren positionieren Ärzte das Implantat präzise von innen im betroffenen Bereich.

Das neue Verfahren kommt zum Einsatz, wenn eine Ballondilatation einer durch Arteriosklerose verengten oder verschlossenen Arterie nicht mehr ausreicht. Herkömmliche Gefäßstützen, sog. Stents, verbleiben dauerhaft im Gefäß und können langfristig Probleme verursachen. Das neue Implantat hingegen besteht aus resorbierbarem Material, sodass kein Fremdkörper im Körper zurückbleibt. Dies reduziert die langfristige Reizung der Gefäßwand und beeinträchtigt keine möglichen Folgeeingriffe. Die neuartige Konstruktion setzt zudem einen Wirkstoff frei, der die übermäßige Proliferation der Gefäßinnenwand hemmt, eine der Hauptursachen für eine spätere erneute Verengung des behandelten Gefäßes.

Internationale, groß angelegte klinische Studien belegen, dass der Einsatz des neuen Implantats eine schnellere und effektivere Heilung ermöglicht, den Bedarf an weiteren Eingriffen verringert und die Chance auf den Erhalt der Extremität erhöht. Die Anwendung dieser neuen Technologie ist nicht nur ein Meilenstein für das PTE KK, sondern stellt auch einen wichtigen Fortschritt für die ungarische Gefäßchirurgie und interventionelle Radiologie insgesamt dar.

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