Forschung
Projekt der Uni Szeged mit Jena
Die Universität Szeged (SZTE) hat im Rahmen eines internationalen Konsortiums eine HU-rizont-Förderung in Höhe von 400 Mio. Forint (gut 1 Mio. Euro) für das Forschungsprogramm erhalten. Im Fokus der von Tamás Papp, Leiter des Instituts für Biotechnologie und Mikrobiologie an der SZTE, geführten Forschung steht der filamentöse Pilz Aspergillus fumigatus, der Hauptverursacher der Aspergillose. Die andere Gruppe umfasst die Pilze der Ordnung Mucolares, die für die Mukormykose verantwortlich sind.
Diese Pilze können schwere, oft tödliche Erkrankungen, vor allem bei Menschen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche, verursachen, indem sie Pilzgewebe in der Lunge oder in der Nasenhöhle bilden. Weltweit treten jährlich ca. 10-14 Mio. Infektionen mit Aspergillus auf. Mukormykosen sind noch gefährlicher und weisen eine Sterblichkeitsrate von 30-90% auf. Derzeit gibt es keine wirksame Behandlung und keinen vorbeugenden Impfstoff für diese Infektionen.
Frühere Forschungen an der SZTE haben Oberflächenproteine auf Pilzhyphen identifiziert, die als Zielstrukturen für die Entwicklung von Impfstoffen und Therapien dienen könnten, an die sich mit Hilfe der mRNA-Technologie hergestellte Moleküle binden könnten. Einem anderen Therapieansatz zufolge würden die hergestellten Moleküle an die Pilzzellen binden und diese so direkt in den Atemwegen und in der Lunge zerstören oder ihr Wachstum hemmen.
Die Forschungsgruppe von Norbert Pardi– einem ehemaligen Studenten der SZTE – arbeitet an der Universität von Pennsylvania als Konsortialpartner an der Produktion und Lipidverpackung der experimentellen Impfstoffe. Diese Impfstoffe werden von Forschern des Instituts für Biologie der SZTE getestet. Projektpartnerin ist Ilse Jacobsen, Professorin am Hans-Knöll-Institut in Jena, das zum Leibniz-Institut gehört und pathogene Mikroorganismen erforscht. Die Forscherin und ihr Team werden die durch die mRNA-Präparate ausgelöste Immunantwort analysieren.
