Demographie

Lernen erhöht Lebenserwartung

1. Dezember 2020 0:11

Wer länger zur Schule geht, lebt auch länger. Der Demograph Lajos Bálint hat diese These nun mit einer wissenschaftlichen Studie unterlegt. Er erklärt signifikante Unterschiede in der Lebenserwartung damit, dass die Aneignung von Wissen bei der Vorbeugung und dem Umgang mit Krankheiten hilfreich ist. Zwischen 1990 und 2011 stieg die allgemeine Lebenserwartung 25-jähriger Männer um knapp fünf auf weitere 47 Lebensjahre, die sie also noch vor sich hatten – bei den Frauen waren es plus vier Jahre, woraufhin ihre durchschnittliche Lebenserwartung 2011 bereits mehr als 79 Jahre erreichte.

Ob Frauen oder Männer: Den steilsten Aufstieg im Verlauf der besagten zwei Jahrzehnte erzielten Abiturienten, gefolgt von Akademikern und Facharbeitern. Derweil fiel die Lebenserwartung von Frauen ohne Schulabschluss im Nachwendeungarn sogar absolut zurück! Männer, die der Schule vorzeitig den Rücken kehren, werden statistisch betrachtet keine 40 Jahre, weibliche Schulabbrecher auch kaum mehr als 45 Jahre alt.

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