Budgetdefizit
Zu siebzig Prozent ausgeschöpft
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Im Zentralhaushalt sammelte sich ein Fehlbetrag von 2.851,5 Mrd. Forint an, gepaart mit einem Minus der SV-Kassen in Höhe von 123 Mrd. Forint. Die staatlichen Sonderfonds konnten das Gesamtdefizit leicht mit einem Betrag von 44 Mrd. Forint mindern. Das Wirtschaftsministerium sieht die Haushaltsentwicklung im Plan, obgleich die Jahresvorgabe schon zu sieben Zehnteln erschöpft ist. Die Einnahmen aus Steuern und Abgaben seien überdurchschnittlich, um rund 11% gestiegen, die Verbrauchsteuern sogar um 13%.
Der Fiskus schüttete binnen vier Monaten rund 1.915 Mrd. Forint für Zinszahlungen (etwa auf die von der Bevölkerung gehaltenen Staatsanleihen) aus. Das ist ein Zuwachs gegenüber Januar-April 2024 um 410 Mrd. Forint. Die Rentenkassen wurden bereits mit 2.740 Mrd. Forint belastet.
Da die Orbán-Regierung das erwartete Wirtschaftswachstum mit 2,5% deutlich niedriger als noch zur Zeit der Haushaltsplanung ansetzt, dürften die Zahlen nicht zu halten sein.
