Wohnungsmieten

Weniger rasanter Anstieg

Die Mietpreise legten im Februar zum Vormonat landesweit um weitere 1,8%, in Budapest um 1,4% zu.

Damit erreicht die Preissteigerung im Jahresvergleich landesweit 20%, in der Hauptstadt 21%, geht aus dem Mietpreisindex hervor, den das Statistikamt KSH gemeinsam mit dem Fachportal ingatlan.com ermittelt. Die Experten halten fest, dass die Mieten ungeachtet dieses markanten Preisauftriebs real noch immer unter dem historischen Spitzenwert liegen, der im Januar 2020 gemessen wurde – in Ungarn sanken die Mieten seither im Realwert um 13%, in Budapest sogar um 15%.

Innerhalb der Hauptstadt sind die Mieten in den letzten zwölf Monaten am stärksten in der Pester Innenstadt gestiegen (+24%), am wenigsten in den Außenbezirken auf der Pester Seite (+18%). Im Februar zogen die Preise besonders in den Budaer Bergen an. Dass die Mieten so rasant steigen, hat mit den massiven Lohnerhöhungen und damit zu tun, dass die hohen Kreditzinsen viele potenzielle Wohnungskäufer abwarten lassen. Insgesamt dürften die Mietpreise aber auch in diesem Jahr weniger rasant als die allgemeine Inflation steigen.

Die Durchschnittsmiete für eine Budapester Wohnung erreichte im Herbst erstmals 200.000 Forint im Monat und stieg bis Mitte März weiter auf 210.000 Forint. Unter den Komitatshauptstädten liegt aktuell Veszprém vorne (mit durchschnittlich 155.000 Forint), gefolgt von Győr, Debrecen und Székesfehérvár (alle rund 150.000 Forint). Neben Debrecen weisen Miskolc und Szeged das breiteste Angebot an Mietwohnungen aus, freilich zu deutlich günstigeren Konditionen von im Mittel 100.000 bzw. 120.000 Forint.

Schreibe einen Kommentar

Weitere Artikel