Arbeitsmarkt
Weniger Bürger besetzen weniger Stellen
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Das Zentralamt für Statistik (KSH) gibt die durchschnittliche Beschäftigtenzahl für die letzten drei Monate mit 4,66 Mio. Personen an, im Juni (saisonal bedingt) mit 4,68 Mio. Personen. Im Jahresvergleich gingen rund 50.000 Beschäftigungsverhältnisse verloren, darunter mehrheitlich von Männern. Am primären Arbeitsmarkt überstieg der Rückgang sogar die Zahl von 55.000 Arbeitsplätzen, während die Zahlen der Ungarn auf Auslandsentsendung (105.000 Personen) und der ABM-Kräfte (65.000 Personen) weitgehend stagnieren. Die Beschäftigungsquote sank entsprechend knapp unter 75%.
Der Bevölkerungsschwund bewegt sich mit stetig steigender Tendenz derzeit auf Jahresebene auf 65.000 Personen zu. Wie die Orbán-Regierung ihre strategische Zielstellung von 5 Mio. Arbeitskräften (abgeschaut von den Tschechen) erreichen will, steht in den Sternen.
Obgleich die Zahl der bei den Arbeitsämtern registrierten Arbeitslosen Ende Juni mit 220.000 Personen um 1,5 Prozentpunkte niedriger lag als vor einem Jahr, steigt die Erwerbslosenquote derzeit wieder – eben infolge der schwächeren Gesamtbasis. Im Zeitraum April-Juni erreichte diese 4,5%, den höchsten Wert seit dem vorigen Herbst. Die Rate bei den Männern stagniert in diesem Vergleich, allein die Frauen konnten ihre Quote um einen halben Punkt senken.
