Industrieproduktion
Wenig auf der Habenseite
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Gerade noch hatten wir von steigenden Zahlen bei den Fahrzeugbauern berichtet, die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. Wie das Zentralamt für Statistik (KSH) mit der detaillierten Zahlenreihe der Industrieproduktion im Monat Juni belegte, exportierte die Fahrzeugindustrie 10,5% weniger, deren Produktion sogar um 11,5% im Jahresvergleich zurückfiel. Daneben brach die Produktion in der Chemie um ein Sechstel, in der Metallverarbeitung (-8,5%) bzw. in der Gummi- und Kunststoffindustrie (-3,5%) ein – das verarbeitende Gewerbe lag insgesamt mit 5,3% im Minus. Die Industrieexporte schrumpften um 5,5%, der Inlandsabsatz um 3%.
Auf der Habenseite ging die Elektronikindustrie mit 2% mehr Exporten und einem Fertigungsplus der Computerbranche von 5% voran. Die Batteriehersteller steigerten ihr Produktionsvolumen sogar um 7,5%, die Fleischindustrie legte 3% drauf. Regional konnte nur die Nördliche Tiefebene punkten (+5,5%), die anderen Regionen lagen wieder mal im Minus, allen voran die Südliche Tiefebene (-15,5%).
Im I. Halbjahr sank die Industrieproduktion insgesamt um 3,9%, das Exportvolumen weniger dramatisch um 1,6%. Nur zwei Industriezweige konnten über die sechs Monate hinweg Zuwächse verzeichnen, die Papier- und Druckindustrie um 3,5%, die Elektronik- und Computerbranche um 5%. In allen anderen Industriezweigen schrumpfte der Ausstoß, darunter beim Flaggschiff Fahrzeugindustrie um knapp 3,5%, in der Batteriezellfertigung um tragische 14,5%.
