EU-Prognose
Weiter eingetrübte Aussichten
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Damit hat die Kommission ihre Frühjahrsprognose halbiert. Die Wachstumsaussichten für 2026 wurden zur gleichen Zeit moderater, von 2,5% auf 2,3% zurückgestutzt. Gleichzeitig hält sich die Inflation hartnäckiger als zuletzt erwartet: Im laufenden Jahr erreicht die mittlere Inflation nun wohl 4,5% (statt 4,1%), im kommenden Jahr 3,6% an Stelle von 3,3%. Etwas überraschend traut Brüssel der Regierung in Budapest zu, das Haushaltsdefizit 2025 wie vor einem halben Jahr erwartet bei 4,6% zu halten. Für die beiden darauffolgenden Jahre rechnet die Kommission dann aber mit einem Anstieg der Neuschulden auf jeweils 5,1%. Entsprechend bewegt sich die Schuldenquote am BIP weiterhin um 74-75%. Die größte Korrektur der eigenen Vorausschau nahm die EU-Kommission allerdings in der Angelegenheit der Leistungsbilanz vor, wo der zuletzt noch bei 2% am BIP erwartete Überschuss vollständig verschwinden soll.

Stellungnahme des Feindes; was soll es?