Foto: FruitVeB

Apfelernte

Weit unterm Durchschnitt

Die heimischen Apfelplantagen haben in diesem Jahr die schwächste Ernte aller Zeiten eingefahren.

Dabei spielten mehrere Faktoren eine Rolle, so die Frühjahrsfröste, der kühle Mai, die anhaltende Dürre im Sommer und die extremen Temperaturschwankungen, geht aus der Mitteilung der Agrarkammer (NAK) und des Branchenverbands für Obst und Gemüse (FruitVeB) hervor.

Die endgültigen Daten liegen zwar noch nicht vor, Schätzungen zufolge wurden 2025 jedoch nur knapp 160.000 t Äpfel geerntet. Diese Menge entspricht lediglich der Hälfte des ohnehin schon sehr geringen Ertrags aus dem Vorjahr. Von der Erntemenge dürften etwa 60.-80.000 t Tafeläpfel und 80.-100.000 t Mostäpfel sein. Damit beläuft sich die Tafelapfelernte auf nur 55-60% des Ertrags eines guten Jahrgangs, während die Erntemenge bei Industrieäpfeln sogar nur 20-25% des Ertrags eines durchschnittlichen Jahrgangs erreicht.

Die Ernte reicht bei weitem nicht aus, um den Inlandsverbrauch von 110.-120.000 t Tafeläpfeln und die Verarbeitungskapazität von 350.-400.000 t Mostäpfeln zu decken. Derzeit werden hierzulande auf etwa 20.000 ha Äpfel angebaut – das ist nur noch die Hälfte der Anbaufläche von vor 20 Jahren.

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