Strombedarf in der Hitze
Weit entfernt vom Rekord
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Am 12. Juli verzeichnete der Übertragungsnetzbetreiber Mavir Zrt. den vorläufig letzten Strombedarfsrekord dieses Sommers: Die Bruttobelastung des Stromverbunds erreichte am Abend 6.093 MW und verdrängte somit den Spitzenwert vom 22. Juni, als 6.054 MW gemessen worden waren. Im Juni registrierte Ungarn die erste Hitzewelle dieses Jahres, Mitte Juli folgte die zweite. Die Rekordbelastungen fielen an einem Mittwoch und einem Donnerstag an, an Wochenenden schließen die sinkenden wirtschaftlichen Aktivitäten Spitzenwerte im Prinzip von vornherein aus. Da sich die aktuelle, dritte Hitzewelle bis Mittwoch über das Land legt, rechnen Experten für Dienstag oder Mittwoch mit einem neuerlichen Rekord beim Strombedarf.
Energie zum Luxusgut deklariert
Dennoch bleibt der absolute Sommerrekord ungefährdet, denn dieser steht seit dem 23. Juni 2021 bei 6.940 MW. Das erklärt sich gewiss in erster Linie aus der Wirtschaftskrise infolge der ausartenden Energiepreise. Weil Energie dank der unbeirrten „Fit for 55“-Doktrin aus Brüssel auch abseits des Ukraine-Krieges zum Luxusgut wurde, befinden sich energieintensive Industriezweige europaweit auf dem Rückzug. Auch wenn Ungarn gerade einen Kurs der Reindustrialisierung fährt und immer mehr Batteriefabriken ansiedelt, ist der Saldo hinsichtlich des Energiebedarfs im Moment eindeutig negativ.
Verzicht auf Klimaanlage
Zum anderen überlegen es sich die privaten Haushalte in diesem Sommer zweimal, ob sie trotz brütender Hitze die Klimaanlage einschalten. Denn im Handumdrehen ist das Monatslimit von 210 kWh für den gestützten Tarif erreicht, darüber aber gilt ein verdoppelter Stromtarif. Abgesehen natürlich von jenen Haushalten, die ihre Energie „autark“ mittels privater Solarpaneele gewinnen und damit auch ihr Heim unabhängig kühlen können. Laut Mavir nahmen die Kapazitäten aller PV-Anlagen im I. Halbjahr um 1.025 MW zu; mehr als 200.000 private Haushalte nutzen die Sonnenkraft mittlerweile energetisch. Sofern diese keine Saldoabrechnung mit dem Energieversorger vereinbart haben, sind die entsprechenden Kapazitäten im Gesamtbedarf bei der Mavir Zrt. nicht erfasst.

Greta Thunberg muss sich vor Gericht verantworten
Die Klimaaktivistin Greta Thunberg steht in Malmö vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, sich bei einer Blockade am Hafen der Stadt Polizisten widersetzt zu haben. Ihr droht eine Höchststrafe von bis zu sechs Monaten Haft.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article246541670/In-Schweden-Greta-Thunberg-muss-sich-vor-Gericht-verantworten.html
Man sollte dem armen Mädchen eine Therapie ermöglichen! Wäre sie eine Rechte, hätte sie natürlich keinen Anspruch darauf, weil Rechte im Gegensatz zu Linken und Migranten immer voll schuldfähgig sind.