Wohnungsbau

Weit entfernt vom optimalen Zustand

In diesem Jahr dürften ungefähr 15.000 Neubauwohnungen fertiggestellt werden, lautet die Prognose des Fachverbandes.

Die derzeit laufenden Projekte umfassen rund 20.000 Wohneinheiten, von denen im laufenden Jahr knapp 15.000 Wohnungen fertiggestellt werden dürften. Das sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Bauunternehmer (ÉVOSZ), László Koji, der amtlichen Nachrichtenagentur MTI. Gleichzeitig dürften ungefähr 180.000 Wohnungen erneuert werden. Beide Segmente bleiben damit unter den Erwartungen, merkte der Experte an. Für die Wirtschaftsakteure der  Branche wären ein Neubau um 35.000 Wohnungen optimal, wie auch Kapazitäten für die Renovierung von mehr als 200.000 Wohnungen bereitstehen.

Der ÉVOSZ drängt deshalb auf die Verbreitung von Förderprogrammen mit zinsgünstigen Kreditkonstruktionen. Private Auftraggeber dürften 2024 davon profitieren, dass die öffentliche Hand weniger Aufträge vergeben wird. Der Auftragsbestand des Bauwesens bewegt sich aktuell nahezu ein Viertel unter den Basiswerten aus dem Vorjahr. Bei den Baustoffpreisen rechnet der Verband im I. Halbjahr mit Stagnation, in der zweiten Jahreshälfte mit einem nur leichten Anstieg.

Der ÉVOSZ hat kein Problem mit Gastarbeitern, denn allein in den letzten drei Jahren sind im Saldo 20.000 Fachleute mehr in Ruhestand gegangen, als an jungen inländischen Fachkräften nachgerückt sind. Leiharbeitsfirmen sollten aber streng darauf achten, echte Fachkräfte und nicht etwa ungelernte Hilfsarbeiter ins Land zu bringen.

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