Arbeitsmarkt
Was zählt für die Arbeitnehmer?
Das ergab eine Erhebung der Leiharbeitsfirma Trenkwalder von Mitte September. Die Arbeitgeber könnten Abhilfe schaffen, wenn sie die Löhne wenigstens um 10-20% anheben würden (das würde 28% der Unzufriedenen besänftigen), wobei 34% erst mit 20-30% mehr Lohn zufrieden wären. Gleich 44% der unzufriedenen Arbeitnehmer räumten ein, im Jahresverlauf bereits eine Lohnerhöhung erhalten zu haben, deren Umfang aber im Dunklen blieb. Auf Angebote von Wettbewerbern 10% über dem aktuell gezahlten Lohnniveau würden 8% der Befragten den Arbeitgeber wechseln, bei 30% mehr Lohn wären es 68%.
Während 55% meinten, sie würden genauso leicht einen neuen Job finden, wie vor einem Jahr, bewerteten 67% die Sicherheit ihres bestehenden Arbeitsplatzes als vorrangig gegenüber einem Inflationsausgleich beim Lohn. Dessen ungeachtet würden 58% kündigen, wenn ihr Arbeitgeber die Vergütungen überhaupt nicht steigert. Dabei erkennen 61% die schwierige Wirtschaftslage an, weshalb sie für eine Übergangszeit von 1-2 Jahren auch außertarifliche Leistungen zur Kompensation akzeptieren würden.

Selbst eine kurzzeitige Rezession rechtfertigt keinen Reallohnverlust von 5 oder 10 Prozent.
Die Unternehmen reagieren mit Preissteigerungen.
Die Arbeitnehmer müssen mit Lohnforderungen auf die Inflation reagieren.
Es wird immer gerne die Lohn-Preisspirale als Grudn dafür genannt, dass die Arbeitnehmer Einkommensverluste hinnehmen sollen, aber so einfach und simple sind die ökonomischen Zusammenhänge nicht.
Ihre Genossen haben seit jeher mit der Lohn-Preis-Spirale die Inflation angeheizt.
Ich sag´s ja: Ganz reflexartig kommt das Gerede von der Lohn-Preis-Spirale.
Wenn die Inflation aus dem Ruder läuft, sollen die Arbeitnehmer verzichten, um die Preise wieder herunterzubringen.
Wenn der Staat Geld leiht und es unter´s Volk wirft, um Wähler zu gewinnen, heizt dies aber eben die nun mal die Inflation an.
Nun ist eigentlich Orban mit dem Spruch an der Reihe: Wir haben es ver…
Orban hat Ungarn in eine völlige Abhängigkeit von Russland geführt.
Orban hat die Staatskassen geplündert, um seine Wiederwahl zu sichern.
Orban hat es sich derart mit den EU-Partnern verscherzt, dass Ungarn nun keine dringend benötigten EU-Mittel erhält.
…
Und nun kann der ungarische Staat seine Rechnungen nicht bezahlen und muss den Arbeitnehmern im Bildungswesen die überfällige Lohnanpassung verweigert, weil die Orban-Regierung die Staatsgelder für Wahlgeschenke herausgeworfen hat – und damit auch noch die Inflation befeuert hat.