Notenbank
Viel Geduld gefragt
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Der Währungsrat der Ungarischen Nationalbank (MNB) beschloss am Dienstag auf seiner turnusmäßigen Sitzung eine Zinssenkung um 50 Basispunkte. Damit wurde das Tempo, das in den Vormonaten 75-100 Basispunkte erreichte, nun eindeutig verringert. Das kommt wenig überraschend, weil die Inflation im Zielintervall der Notenbank (2-4%) angelangt ist und in den kommenden Monaten nicht weiter sinken wird.
Die MNB gab selbst für die Jahresmitte einen Zielkorridor für den Leitzins von 6,5-7% aus. Dieses Ziel bekräftigte der Vizepräsident der Notenbank auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des Währungsrates. „Wir lassen uns bei unserer Zinspolitik weiterhin von Umsicht und Geduld leiten“, erklärte Barnabás Virág. Im April sei die Geldpolitik in eine neue Phase getreten; seither hänge jede einzelne Zinssenkung von den aktuellen Daten ab. Es gebe keinen Grund zur Eile, insbesondere im Angesicht der hohen Dienstleistungsinflation. Die Inflationsrate sei im März zwar auf 3,6% gesunken, das Desinflationstempo habe jedoch nachgelassen.

