Handelsspanne
Verband protestiert erneut
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Mit dieser Einschätzung forderte der Handelsverband OKSZ die Regierung auf, die seit März amtlich vorgegebenen Obergrenzen der Handelsspanne für Lebensmittel aufzuheben. Die Lebensmittelpreise würden seither um weniger als 5% wachsen, im September belief sich die Inflationsrate einschließlich der Restaurantleistungen auf 4,7%.
OKSZ-Generalsekretär Tamás Kozák erinnerte daran, dass Wirtschaftsminister Márton Nagy wiederholt als Vorbedingung für ein Ende der begrenzten Handelsspanne nannte, die spezifische Lebensmittel-Inflation müsse unter 5% fallen. Der Verband sieht die Inflationsstatistik wegen des amtlichen Eingriffs künstlich verzerrt – der Basiseffekt werde erst im kommenden April herausfallen.
Kozák sieht die größten Verlierer dieser Maßnahme in den Kleinstädten und Gemeinden auf dem Lande, wo der Wettbewerb im Einzelhandel von vornherein eingeschränkter ist. „Dank“ der regulierten Handelsspanne schließen immer mehr kleinere Geschäfte, beinahe jeder fünfte Inhaber in diesem Segment, das immerhin nahezu die Hälfte aller Läden ausmacht, beschäftigt sich mit solchen Gedanken. Dabei gibt es schon heute in 400 Dörfern überhaupt kein Lebensmittelgeschäft.
