Investitionen
Ungesunder Tiefgang
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Im I. Quartal sanken die Investitionen nach den Rohdaten des Zentralamtes für Statistik (KSH) um 12,1% zum Vorjahr, saisonal bereinigt um 11,8%. In gleicher Weise bereinigt fiel das Volumen gegenüber dem IV. Quartal um 3,4% zurück. Das verarbeitende Gewerbe und die Logistikbranche sind die größten Verlierer, Immobilien- und Energiesektor halten ein wenig dagegen.
Zu Jahresanfang 2023 befanden sich die Investitionsaktivitäten letztmalig im grünen Bereich, seither ging mehr als ein Viertel des Volumens verloren. Gemessen am letzten Hoch Mitte 2022 sind die Investitionen sogar um ein Drittel eingebrochen. Abgesehen von einigen Großprojekten zeigt die Wirtschaft eine abwartende Haltung, da die ohnehin schwache Auslastung keine weiteren Kapazitäten verlangt.
Am Donnerstag räumte der Wirtschaftsminister auf einer Fachkonferenz ein, langfristig müssten die Investitionen unbedingt wieder der Wachstumsmotor werden. Die heutige Zweiteilung, wonach den Aufschwung allein der Inlandsverbrauch trägt, sei ungesund, sagte Márton Nagy auf der „Kreditkonferenz“ des Wirtschaftsportals portfolio.hu. Die Regierung hofft, dass die am Jahresende an den Start gehenden Großprojekte zur Konjunktur beitragen können.
Nagy korrigierte zugleich die Prognose der Regierung für den Anstieg der Reallöhne in diesem Jahr auf 4% nach unten. Außerdem teilte er mit, bei den Apotheken werde es keine Begrenzung der Margen geben.
