Seit August 2023 gab es das nicht mehr: Benzin wird ab Freitag teurer sein als Dieselkraftstoff. Foto: BZ/ Jan Mainka

Tankstellen

..und wieder bleiben die Autos stehen

Ab Freitag dürfte der Benzinpreis wieder über dem Literpreis für den Dieselkraftstoff liegen.

Das Fachportal holtankoljak.hu geht davon aus, dass die MOL-Gruppe den Großhandelspreis vor dem Wochenende in Bezug auf Benzin um 7 Forint anheben wird, jenen für Diesel aber voraussichtlich um 3 Forint senkt. Die Durchschnittspreise an den Tankstellen bewegen sich dann um 650 Forint (1,65 Euro), mit einem kleinen Preisvorteil für Diesel. Seit dem vorigen Sommer war der Dieselkraftstoff nicht mehr günstiger als Benzin zu tanken.

Regionales Monitoring kommt

Ebenfalls am Freitag stellt das Statistikamt KSH sein neues System online, das ein Monitoring der regionalen Tankstellenpreise verspricht. Basis sei, wie das Amt am Mittwoch informierte, das Eurostat Oil Bulletin, aus dessen Datenbank das KSH die Durchschnittspreise in der Region berechnen wird. Zuvor hatte Wirtschaftsminister Márton Nagy bei Großhändler MOL und dem Mineralölverband MÁSZ beklagt, die Branche halte sich nicht an die Vereinbarung mit der Regierung: Die Preise lägen nicht im Mittelfeld der Region, sondern an der Spitze. Das scharfgestellte KSH-Monitoring soll der Regierung eine Handhabe bieten, um (mal wieder) am Markt einzugreifen.

Bis zu fünf Prozent weniger getankt

Im Übrigen ist der Bedarf an Kraftstoffen im I. Quartal um 2% auf weniger als 880 Mio. Liter gesunken. Nach MÁSZ-Angaben stagnierten die Absatzzahlen beim Benzin (um 345 Mio. Liter), die Zahlen beim Dieselverkauf fielen derweil um 3% auf 535 Mio. Liter zurück. Während die Premiumprodukte boomten, sank der Verbrauch „normaler“ Kraftstoffe um 3-5%.

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