Konjunkturindex
Trübsinn bei Verbrauchern
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Das Wirtschaftsforschungsinstitut GKI ermittelte für den Konjunkturindex -14,4 Punkte, den zweitbesten Wert dieses Jahres nach dem Oktober-Hoch von -13,5 Punkten. Dabei sank der Geschäftsklimaindex nur minimal auf -9,9 Punkte, der Konsumklimaindex um deutlichere anderthalb Punkte auf -27,2 Punkte. Während der Preisindikator mit 18,0 Punkten den höchsten Wert seit April aufweist, ist der Beschäftigungsindikator mit -1,2 Punkten so nahe wie noch nicht im laufenden Jahr am Gleichgewichtszustand.
Hinter dem schwächeren Geschäftsklimaindex steht ausschließlich die Industrie, deren Teilindex um 2 Punkte einbrach, während das Baugewerbe stagnierte und Handel sowie Dienstleistungssektor jeweils 2 Punkte zulegen konnten. Letzterer Sektor ist auch hinsichtlich der Aussichten am ehesten optimistisch. Für die landesweit aufgehellte Konjunkturlage spricht, dass nur noch 12% der Unternehmen Stellen abbauen und 8% wieder mehr Personal einstellen wollen. Nicht unbedingt im Widerspruch hierzu wollen 26% der Firmen ihre Preise anheben (zuletzt waren es noch 19%), die Preise senken wollen stabil nur 8%.
Für den Konsumklimaindex war das Oktober-Niveau zu hoch, den Rückschlag erklärt eine schlechtere Bewertung der eigenen Finanzlage in den letzten zwölf Monaten, gepaart mit eingetrübten Aussichten für die nahe Zukunft. Abgesehen davon haben die Menschen aktuell spürbar weniger Angst vor Arbeitslosigkeit.
