Tourismus
Teure fremde Betten
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
In den ersten vier Monaten buchten ausländische Gäste mehr als 4,5 Mio. Übernachtungen. Das waren 13% mehr, als vor einem Jahr. Zur gleichen Zeit fielen die Buchungen einheimischer Touristen um 8,5% auf 4,3 Mio. Übernachtungen zurück. Im April konnten aber auch die Ausländer die Zahlen der gewerblichen Unterkunftsstätten nicht mehr retten, da auch unter ihnen mehr und mehr Touristen auf private Angebote setzen. Diese werden dank der digitalen Datenleistungspflichten fortan vom Zentralamt für Statistik (KSH) gesondert ausgewiesen. Der Anteil der privaten Unterkünfte erreichte im April ein Drittel, im vorigen Hochsommer (Juli und August) konnten diese Anbieter bereits rund 5 Mio. Übernachtungen verzeichnen.
Warum sich die Ungarn Urlaub in fremden Betten immer weniger leisten können, hat nicht zuletzt mit den ausufernden Preisen zu tun. Selbst die einfachste Pension, die pro Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück vor der Corona-Krise noch für 10.-15.000 Forint zu haben war, kostet mittlerweile rund 25.000 Forint. Dreisternehotels verlangten vor der Krise pro Nacht rund 20.000 Forint und sind heute nicht mehr unter 30.000 Forint zu buchen. Letzteres war das Preisniveau von Viersternehotels vor drei Jahren, die ihren Gästen heute leicht und locker 50.-55.000 Forint abknüpfen.
