NAV
Strengere Regeln für Tabakmarkt
Die nationale Steuer- und Zollbehörde (NAV) hat im vergangenen Jahr rund 118 Mio. illegale Zigaretten und fast 120 t Konsumtabak sichergestellt, bevor diese auf den Markt gelangen konnten. Als Reaktion darauf werden die Verbrauchsteuervorschriften nun in mehreren Schritten verschärft, um Missbrauch effektiver zu verhindern.
Seit dem 20. Juli gilt eine neue Meldepflicht für den Transit von getrocknetem oder fermentiertem Tabak. Diese Pflicht greift unabhängig davon, ob der Transport zwischen EU-Mitgliedstaaten oder in ein Drittland stattfindet. Ab dem kommenden Jahr werden zudem die Strafen für illegalen Anbau drastisch erhöht. Bei nicht gemeldeten Anbauflächen kann eine Verbrauchsteuerstrafe von 30.000 Forint (ca. 75 Euro) je 10 m2 verhängt werden. Übersteigt die illegale Fläche einen halben Hektar, beträgt die Strafe 15 Mio. Forint pro angefangenem halben Hektar.
Die Registrierungspflicht wird ebenfalls ausgeweitet. Künftig müssen sich nicht nur Tabakproduzenten registrieren lassen, sondern auch Landwirte, die fermentierten oder getrockneten Tabak nach Ungarn einführen oder diesen von einer registrierungspflichtigen Person zum Weiterverkauf erwerben. Ziel der Maßnahmen ist ein transparenter und sicherer Tabakmarkt, auf dem die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Produkte vom Anbau bis zur Verarbeitung gewährleistet ist.

Rauchen schadet doch- ist aber auch eine großartige Geldquelle für den Staat.