MNB-Stiftungen
Strafanzeige gestellt
Das schreibt das Nachrichtenportal index.hu unter Berufung auf ein Hintergrundgespräch bei der Pallas Athéné-Stiftung. Die Anzeige umfasst Straftatbestände wie Betrug, Veruntreuung, Urkundenfälschung und Finanzmanipulationen. Für die interne Untersuchung bei der Stiftung werden 400 Mio. Forint (ca. 1 Mio. Euro) bereitgestellt.
Der neue MNB-Präsident Mihály Varga hatte bereits in seiner ersten Erklärung angekündigt, die Tätigkeit der Notenbank wieder auf ihre Kernaufgaben zu beschränken und die in der Vermögensverwaltung aktiven Stiftungen aufzulösen. Mitte März legte der Staatliche Rechnungshof (ÁSZ) einen Untersuchungsbericht vor, wonach es keine rationalen Gründe für das komplexe Firmennetzwerk gebe, das von der Optima-Gruppe im Auftrag der MNB-Stiftungen aufgezogen wurde. Diese Gruppe habe entgegen der Gründerabsichten ein internationales Netzwerk unter Einbeziehung privater Kapitalfonds betrieben.
Wie index.hu weiter berichtet, sollen die Stiftungen noch unmittelbar vor dem Ende der Amtszeit von Notenbankpräsident György Matolcsy den Versuch unternommen haben, eindeutig rechtswidrige Wertpapiergeschäfte mit einer unterstellten Betrugsabsicht durchzuführen. Während der ÁSZ ursprünglich nur Transaktionen bis ins Jahr 2023 untersuchte, sollen die Ermittlungen nun auf die Jahre 2024 und 2025 ausgeweitet werden.
