Vorwurf an Opposition:
Steuerreform gegen die Mittelschicht
Márton Nagy bezifferte die Nachteile für die Bürger, die heute vom einheitlichen Steuersatz mit 15% profitieren, auf rund 1.300 Mrd. Forint (3,3 Mrd. Euro). „Was immer sie auch sagen, in Wirklichkeit brauchen sie das Geld der Bürger, so wie es unter Ferenc Gyurcsány und Gordon Bajnai der Fall war.“ (Damit spielte der Minister auf die sozialistisch-liberalen Regierungen der Jahre zwischen 2002 und 2010 an.) Nagy behauptete, hier würden die Menschen unter dem Vorwand von Reformen um die Früchte der in den jüngsten Jahren erzielten Lohnerhöhungen betrogen. Wenn Péter Magyar die „Geldpumpe“ anwirft, würden die Arbeitnehmer im Durchschnitt 275.000 Forint ihres Jahreseinkommens verlieren. Es werde keine Lohngruppe geben, die günstiger als heute fahre. Bereits ab Bruttolöhnen von 400.000 Forint monatlich würde jeder mehr zahlen, im Falle des Durchschnittslohns etwa 20.000 Forint im Monat mehr. Polizisten und Mittelschullehrer würden jeden Monat knapp 35.000 Forint weniger mit nach Hause bringen.
Nagy hält es für besonders beunruhigend, dass die von Seiten der Tisza geplanten Steuererhöhungen in erster Linie die vom Fidesz zuletzt außerordentlich geförderte Mittelschicht sowie die Familien treffen würden. Das sei die typische Herangehensweise linksgerichteter Regierungen, nur dass diese Technik dieses Mal im Auftrag der Brüsseler EU-Zentrale ausgeführt würde.
