Außenhandel
Starker Forint und guter Tausch
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Im Oktober lag das Ausfuhrvolumen laut Zentralamt für Statistik (KSH) um 3,1% unter Vorjahresniveau, im Wert beschied sich der Rückgang auf weniger als 1%. Da die Einfuhren im Volumen um gut 1% wuchsen und auch im Wert leicht zulegten, schrumpfte der Handelsüberschuss bei Exporten in Höhe von 12,8 Mrd. Euro um 180 auf 715 Mio. Euro. Ungarns Exporteure leiden, realisieren aber wenigstens derzeit bessere Tauschverhältnisse: Obgleich der Forint zum Euro um 3%, zum US-Dollar gar um 9% erstarkte, sank das in Forint ausgedrückte Preisniveau bei den Einfuhren um drei Prozentpunkte schneller als bei den Ausfuhren.
In den ersten zehn Monaten summierte sich der Außenhandel auf 123,3 Mrd. Euro (+1,4%) im Export und 114,8 Mrd. Euro (+1,0%) im Import. Der positive Saldo von rund 8,5 Mrd. Euro fällt nochmals um 555 Mio. Euro höher als vor einem Jahr aus. In der eigenen Währung kalkuliert stieg der Überschuss um 290 auf 3.420 Mrd. Forint, bei Gesamtausfuhren in Höhe von 49.365 Mrd. Forint (+3,4%) und Gesamteinfuhren von 45.945 Mrd. Forint (+3,0%).
Tourismus stärkt Saldo
Im Handel mit Dienstleistungen gab es im III. Quartal Lebenszeichen: Die Exporte erhöhten sich im Jahresvergleich um 1,4% auf 10,3 Mrd. Euro, der Überschuss verzeichnete mit 3,9 Mrd. Euro einen Quartalsrekord. Im Tourismus (+1,85 Mrd. Euro) und mit Frachtleistungen (+900 Mio. Euro) konnten die Ungarn die stärksten Salden erzielen. Lohnarbeit und ein Mehr an Dienstleistungen für Österreich und die Schweiz setzten im Spätsommer Akzente. Zwischen Januar und September summierte sich der ungarische Dienstleistungsexport auf 27,1 Mrd. Euro (-0,6%), während die Importseite um 4,6% auf 17,8 Mrd. Euro schrumpfte. Daraufhin verbesserte sich der Saldo gegenüber dem Vorjahr um gut 700 Mio. Euro auf knapp 9,3 Mrd. Euro.

