Die MTI-Graphik zeigt die monatlichen Erlöse der gewerblichen Unterkunftsstätten seit Anfang 2021 (in Mio. Forint).

Tourismus

Stärkere Impulse durch Ausländer

Der Boom bei den inländischen Touristen vom vergangenen Jahr hat sich in diesem Hochsommer nicht wiederholt. Dafür kommen wieder mehr ausländische Gäste nach Ungarn.

Laut Zentralamt für Statistik (KSH) buchten im Juli 1,3 Mio. Touristen insgesamt 3,8 Mio. Übernachtungen, ein Sechstel mehr, als vor einem Jahr. Dabei fielen die Zahlen der einheimischen Touristen nach dem Rekordsommer 2021 um ein Zehntel zurück. Rund 825.000 zahlende Gäste verbrachten insgesamt 2,4 Mio. Übernachtungen an gewerblichen Unterkunftsstätten, darunter 58% in Hotels. Diese zählten ein Zehntel weniger heimische Gäste, den Pensionen fehlte sogar jeder fünfte ungarische Gast. Die beliebtesten Tourismusregionen waren natürlich der Balaton (38% aller Inlandsgäste) sowie die Region Budapest-Donauknie (12%).

Im Vergleich zu 2021 erhielt die Tourismusbranche deutlich stärkere Impulse von Seiten der ausländischen Gäste. Hatten diese vor einem Jahr in keinem einzigen Monat 1 Mio. Übernachtungen zustande gebracht, erreichten sie dieses Niveau 2022 bereits im Juni, worauf im Juli 1,4 Mio. Übernachtungen (durch rund 500.000 zahlende Ausländer) folgten. Knapp zwei Drittel ihrer Buchungen konzentrierten sich auf Hotels, die mit ausländischen Touristen doppelt so viele Bettenplätze belegen konnten, wie das noch vor einem Jahr der Fall war. Für knapp die Hälfte der Ausländer beschränkte sich die Ungarn-Reise auf Budapest und sein Umland.

Die Bruttoerlöse des Gastgewerbes legten zu laufenden Preisen gegenüber dem Juli 2021 um ein gutes Viertel auf 60 Mrd. Forint zu. Diese verteilten sich u. a. auf 950 Hotels und 1.200 Pensionen. In den ersten sieben Monaten wurden insgesamt 14,6 Mio. Übernachtungen gezählt, zu denen ausländische Gäste nach den tristen Jahren der Corona-Pandemie immerhin wieder 6 Mio. Übernachtungen beisteuerten. Die Bruttoerlöse des Gastgewerbes stiegen um das Anderthalbfache auf 240 Mrd. Forint.

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