Die MTI-Graphik zeigt den monatlichen Stromverbrauch in den Jahren 2020+21 (in GWh).

Energiemarkt

Stabil versorgt, zu hohen Preisen

Die Versorgung Ungarns mit Erdgas und Elektroenergie ist gesichert, bekräftigte das Energieamt MEKH vor dem Wochenende.

Ungeachtet des Krieges in der Ukraine liefere Gasprom zuverlässig über die verschiedenen Pipelines, die Gasspeicher sind noch immer zu gut 20% gefüllt. Das MEKH bemühe sich gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber Mavir Zrt. und europäischen Partnern, die Versorgung der Ukraine mit Strom so gut es geht zu gewährleisten.

Die extremen Schwankungen der Energiepreise an den Börsen hätten keine Auswirkungen auf die privaten Haushalte, die durch amtliche Preise geschützt sind. Ein Budapester Haushalt zahlte im Februar umgerechnet 10,35 Euro-Cent/kWh für den Strom, den niedrigsten Preis in der EU, wo die Strompreise im Durchschnitt 24,15 Cent/kWh erreichten. Für Erdgas zahlten die Budapester im Schnitt 2,80 Cent/kWh, ein durchschnittlicher EU-Haushalt aber 10,75 Cent.

Dabei machen die Verwerfungen an den Märkten auch vor der ungarischen Strombörse nicht Halt. Bis zur Jahresmitte 2021 lag der Spotpreis an der HUPX unter 100 Euro/MWh, der im Oktober in der Spitze erstmals über 200 Euro und im Dezember sogar über 400 Euro hinausschoss. Anfang 2022 bewegten sich die Börsennotierungen außerordentlich anfällig zwischen 100-300 Euro, ehe die russische Invasion in die Ukraine für nie erlebte Preisspitzen deutlich über 500 Euro sorgte.

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