Notenbank
Spannungen wegen Kapitaleinbußen
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Nach acht Jahren anhaltender Gewinne war die Bilanz der MNB 2021 wieder in die roten Zahlen gerutscht, mit -52 Mrd. Forint freilich so heftig, wie nicht einmal in der Weltwirtschaftskrise erlebt. Brutale Verluste beim Zinsergebnis (-1.060 Mrd. Forint) konnten 2022 die Kursgewinne (+800 Mrd. Forint) noch weniger ausgleichen. Während die MNB-Bilanz unter der krisenbedingten Hochzinspolitik litt, sorgte die historische Forintschwäche im Herbst für eine Aufwertung der Devisenreserven. Das Eigenkapital der MNB ist damit auf 256 Mrd. Forint gefallen, was bereits zu Spannungen bei der Haushaltsplanung für 2024 führte. Der Budgetrat (eine Art Gremium der Wirtschaftsweisen) forderte die Regierung auf, die erwarteten Verluste der Notenbank einzukalkulieren. Gesetzlich muss der Fiskus für ein Fünftel der MNB-Verluste aufkommen. Diese werden 2023 sehr wahrscheinlich einen neuen Rekord markieren.
