Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung der Nettodurchschnittslöhne pro Monat seit 2005, im Wettbewerbssektor (blau) bzw. im öffentlichen Dienst (grün).

Lohnentwicklung

Schlechter gestellt am freien Markt?

Die Wettbewerbssphäre fällt bei der Entlohnung der Mitarbeiter immer deutlicher zurück.

Das Zentralamt für Statistik (KSH) präsentierte am Freitag die Zahlen für den Monat November. Im elften Monat stiegen die Löhne in der Volkswirtschaft im statistischen Mittel um 8,9% brutto, netto sogar um 10,2%. Die Diskrepanz ergibt sich aus den erhöhten Steuervergünstigungen für Familien sowie der Befreiung von Müttern mit drei Kindern von der Einkommensteuer. Der Medianlohn erreichte brutto 600.000 Forint, wovon netto 418.000 Forint (1.085 Euro) verblieben.

Der Reallohn legte dank der auf 3,8% gesunkenen Inflation um dynamische 6,2% zu. Was für Mitarbeiter bei Unternehmen im freien Wettbewerb nur bedingt zutrifft. Für sie sank die Lohndynamik von 8,8% für die ersten elf Monate auf 8,1% im November, welche Dynamik umgekehrt bei Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes um einen Punkt auf 10,7% und bei Mitarbeitern im Nonprofitsegment sogar um zwei Punkte auf 12,0% zulegte. So liegen die Bezüge der Staatsdiener im Schnitt der ersten elf Monate des abgelaufenen Jahres noch um etwa 10.000 Forint netto unter jenen in der Wettbewerbssphäre, kurz vor Jahresende aber bereits um knapp 20.000 Forint darüber.

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