Fotos: Außenministerium

Investitionen 2021

Rekorde dank erfolgreicher Ostöffnung

Während die Meldungen aus der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr fast ausschließlich negativ waren, wurden in Ungarn zwei Investitionsrekorde angekündigt.

Wie Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó in den Sozialmedien  schrieb, wurden im vergangenen Jahr über das staatliche Fördersystem Vereinbarungen über Investitionen in Höhe von insgesamt 1.885 Mrd. Forint (5,3 Mrd. Euro) abgeschlossen – ein neuer Rekord. Die Regierung gewährte für diese Projekte Zuschüsse in Höhe von 270 Mrd. Forint (765 Mio. Euro). Zudem wurde der Rekord der größten jemals in Ungarn getätigten Investition auf der grünen Wiese gebrochen: Die südkoreanische SK Innovation baut in Iváncsa eine Batteriefabrik für Elektroautos für 680 Mrd. Forint.

Deutsche fühlen sich weiterhin wohl

Der Wettbewerb um Großinvestitionen war im vergangenen Jahr infolge der Wirtschaftskrise durch Corona besonders zugespitzt. In diesem Zusammenhang sei besonders bemerkenswert, dass gleich acht Investitionen über 100 Mio. Euro angekündigt wurden. Hinter SK Innovation stand das ebenfalls südkoreanische Unternehmen Eco Pro an zweiter Stelle und Sisecam – mit der bislang größten türkischen Investition in Ungarn – an dritter Stelle, zählte Szijjártó auf. Im Ranking folgten das US-Unternehmen Beckton Dickinson, Lego, Bosch, Vitesco und der ungarische Salamihersteller Pick.

„Jeder, der die Veränderungen in der Weltwirtschaft verfolgt, kann feststellen, dass die Rolle des Ostens deutlich zugenommen hat, denn ein Großteil der Investitionen in der Welt wird heute von östlichem Kapital finanziert. Ungarns bereits 2010 eingeleitete Strategie zur Öffnung gegenüber dem Osten ermöglichte es dem Land, Investitionen großer östlicher Unternehmen anzuziehen“, betonte der Minister weiter. 60% der im vergangenen Jahr nach Ungarn geflossenen Investitionen stammten aus dem Osten. Nach 2019 war Südkorea auch 2020 wieder der größte Investor. Gleichzeitig fühle sich die deutsche Industrie – das Rückgrat der europäischen Wirtschaft – weiterhin wohl in Ungarn, denn die meisten Investitionsprojekte (24 von insgesamt 96) stammten von deutschen Unternehmen.

Geografisch ausgewogener

Aber auch die einheimischen Unternehmen legten zu: Mit 14 Projekten stehen sie an zweiter Stelle. Ein bedeutender Fortschritt sei in Bezug auf die geografische Ausgewogenheit zu verzeichnen, denn mit einer Ausnahme haben alle Komitate im vergangenen Jahr mindestens zwei bedeutende Investitionen erhalten, und die drei östlichen Komitate Szabolcs-Szatmár-Bereg, Borsod-Abaúj-Zemplén und Hajdú-Bihar belegen die Plätze zwei, drei und vier, erklärte Szijjártó.

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