Traktorspuren auf einem Weizenfeld – die Dynamik bei den Lebensmittelpreisen stellt alles andere in den Schatten. Foto: MTI/ Zsolt Czeglédi

Inflation

Rekord des Jahrtausends

Alle Preisstopp-Maßnahmen waren für die Katz: Im Mai kletterte die Inflationsrate auf 10,7%.

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7 Antworten auf “Rekord des Jahrtausends

  1. Ich war gerade einkaufen.
    Wer einen großen Teil seines Einkommens für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs ausgeben muss, treffen die Preissteigerungen sehr.
    Gerade die niedrigen Einkommen muss man in solch einer Situation staatlich unterstützen, statt die Steuergelder breit gestreut unters Volk zu werfen.
    Wer eine große Villa besitzt, braucht nicht dieselbe Unterstützung wie eine Familie, die in einer kleinen Wohnung lebt.

    Natürlich macht es mich nicht glücklich, wenn ich höhere Preise bezahlen muss. Aber mich schmerzt dies eben nicht so sehr, wie Menschen mit niedrigen Einkommen.

    Eine finanzielle Unterstützung in gleicher Höhe für alle, würde eine große Wirkung für Familien haben, diee sowieso schon sparsam leben mussten, während sie dem SUV fahrenden Villenbesitzer nicht den Anreiz zu Sparsamkeit durch die hohen Preise nehmen würde.

      1. In anderen Ländern werden nicht nur Preis staatlich diktiert, sondern die sozialen Folgen gezielt abgefedert.

        Es gibt kein anderes Land, das das Beheizen einer Villa stärker fördert, als das einer kleinen Familienwohnung.
        Warum subventioniert die Orban Regierung den Fahrer eines teuren SUV mit doppelt so viel Steuergeldern beim Tanken, als den Familienvater mit seinem Kleinwagen?

        Orban redet vom Schutz der Familien, finanziert aber dem alleinstehenden Gutverdiener jede Tankfüllung mit 20.000 HUF. Eine Familie bekommt jedoch nur 12.200 HUF Kindergeld im Monat.
        Das passt nicht zusammen.

        Die Inflation in Ungarn ist nun einmal höher als der EU-Durchschnitt. Das kann die Orban-Regierung nicht aufs Ausland schieben.

          1. Und weshalb ist die Inflation in z.B. Deutschland dann niedriger, wenn die Preissteigerungen aus dem Ausland kommen?
            Allein der schwächelnde Forint treibt die Preise schon mal an.
            Und dessen Schwäche ist zu einem guten Teil die Folge der Orban-Politik.

            Die Wahlgeschenke hatten die Nachfrage zudem auch kräftig angetrieben – die Folgen für die Preisentwicklung waren abzusehen.

            Worauf es jetzt ankommt, sind die richtigen Instrumente, um die hohen Preissteigerungen sozial abzufedern.
            Statt sich mit Preisdiktaten dagegen stemmen zu wollen, muss man den Markt darauf reagieren lassen.
            Bei hohen Spritpreisen wird die Nachfrage nach Autos mit hohem Verbrauch sinken.
            Dabei muss der Staat in der Übergangszeit dafür sorgen, dass Geringverdiener nicht überfordert werden.
            Zudem:
            Ungarn hat die höchste Umsatzsteuer in der EU.
            Mehr als 1/4 des Preises machen Steuern aus.

          2. Kleine Ergänzung:
            “Mind az euróval, mind a dollárral szemben a történelmi mélypontjához közel álldogált már péntek reggel is a forint, aztán ismét elkezdett esni a borongós nemzetközi befektetői hangulatban, illetve a negatív magyar reálkamat és az EU-s viták mellett. Közben a cseh korona stagnál, a lengyel zloty erősödik, ez is mutatja, hogy elsősorban magyarspecifikus okai vannak a mai gyengülésnek is azután, hogy az elmúlt hetekben egy egyre látványosabb forintgyengülési trendvonal tolta egyre gyengébb és gyengébb szintekre.”
            “… hauptsächlich ungarische Gründe …”

            https://www.portfolio.hu/deviza/20220610/megint-elkezdtek-utni-a-forintot-egyre-kozelebb-a-tortenelmi-melypont-549833

            Der Forint bewegt sich auf die Marke 400 zu.
            Gut für die Ungarn, die im Ausland Euro verdienen.
            Schlecht für die Ungarn, die in Forint entlohnt werden.

          3. Und noch etwas zum Thema hausgemachte Probleme:

            “Ráadásul a közvélekedéssel ellentétben a költségvetés nehéz helyzetét sokkal inkább a fegyelem látványos lazulása, mintsem a külső okokra visszavezethető rendkívüli kiadások magyarázzák. Ha még mélyebben megnézzük, a magyar állam a 2010-es évek második felében már visszacsúszott a fiskális alkoholizmusba, az elvonóra pedig csak a 2022-es választások után vonult be.”

            https://www.portfolio.hu/gazdasag/20220608/az-ev-amikor-az-alkoholista-magyar-allam-elvonora-ment-548521

            Ungarn steckt eben nicht “aufgrund externer Ursachen” in der aktuellen finanziellen Krise.

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