Wohnungspreise
Regierung plant „doppelte Bremse“
Die erste Bremse soll die Nachfrage filtern und Spekulationen ausschließen. Die absolute Wertgrenze beträgt für Wohnungen 100 Mio., für Häuser 150 Mio. und für Quadratmeterpreise brutto 1,5 Mio. Forint. Die kurzfristige Spekulation könnte durch ein fünfjähriges Veräußerungs- und Belastungsverbot und die alles überragende Nachfrage durch das offene Ende des Programms gebremst werden. Verstöße gegen die Regeln würden strenge rechtliche Folgen nach sich ziehen, und die gesamte Zinsunterstützung müsste zum um 5 Prozentpunkte erhöhten Leitzins der Ungarische Nationalbank (MNB) zurückgezahlt werden.
Die zweite Bremse ist die Stärkung der Angebotsseite, damit der Bau neuer Wohnungen mit der Nachfrage Schritt halten kann. Es geht um schnellere und planbarere Genehmigungen, die verlängerte Regelung einer vergünstigten Mehrwertsteuer von 5% für neu gebaute Wohnungen und das 300 Mrd. Forint schwere Kapitalprogramm.
Die staatliche Intervention ist kein Zufall, denn die Daten des vergangenen Jahres zeichnen ein alarmierendes Bild auf der Angebotsseite: Die Anzahl der neu übergebenen Wohnungen ist im Jahresvergleich von 18.700 auf 13.200 gesunken. Gleichzeitig belebt sich die Nachfrage: Das Volumen der vergebenen Wohnungsbaukredite stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Doppelte auf 1.350 Mrd. Forint.
Die positiven Auswirkungen des Programms sind bereits sichtbar: Angesichts einer voraussichtlich stabilen Nachfrage haben die größten Akteure der Bauindustrie erste Kapazitätserweiterungen angekündigt.
