Wohnpark
Rechtsstreit blockiert den Einzug
Der 13. Stadtbezirk von Budapest gehört seit Jahren zum nationalen Spitzenfeld im Wohnungsneubau. Das Viertel Marina-Ufer zwischen dem Einkaufszentrum Duna Plaza und dem Fluss erreichte noch in den 1990er Jahren als erstes Entwicklungsprojekt mit Luxuswohnungen Quadratmeterpreise von 1 Mio. Forint.
Gelände bleibt Baustelle
Die Bebauung der wertvollen Grundstücke geht seither unaufhörlich weiter, doch nun sorgt ein Skandal für Schlagzeilen: Seit Wochen können rund 800 Eigentümer, die ihre Wohnungen bis Jahresende 2023 vollständig abbezahlt haben, nicht einziehen. Die Projektfirma Duna Terasz Grande (DTG) Kft. als Entwickler streitet mit der Baufirma KÉSZ Zrt.; weil die DTG den Bauausführungsvertrag im Januar aufgekündigt hat, erklärte die Baufirma das Gelände kurzerhand zur Baustelle, die man bis zur Beilegung des Rechtsstreits nicht räumen will. Das Großprojekt auf 2 ha mit Neungeschossern im futuristischen Wohnpark befindet sich mittlerweile ein Jahr im Verzug – ursprünglich sollten die betreffenden Wohnungen ab März 2023 übergeben werden.
Hilft ein richterlicher Bescheid?
Bei der Demonstration am Freitag erklärte der juristische Vertreter der KÉSZ Zrt., die Wohnungen seien fertig, die Übergabe hänge allein von der Bereitschaft der DTG ab, die Baukosten nachzuverhandeln. Wegen der extrem gestiegenen Preise hatte die KÉSZ noch während der Realisierungsphase des Bauprojekts Preiskorrekturen angestrengt, die DTG ihrerseits versucht, die technischen Standards „anzupassen“, um preislich im Rahmen zu bleiben. Die DTG will die Baufirma mit einem richterlichen Bescheid zwingen, den Wohnblock zu räumen. Dann könnten die eigentlichen Eigentümer in ihre vier Wände einziehen.
