Lebensmittelhandel
Rabattschlacht eröffnet
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Das Wirtschaftsministerium urteilt in einer Presseaussendung, die Regierung habe mit den Pflichtrabatten in Kombination mit dem neuen System des Preismonitorings einen „brutalen“ Wettbewerb zwischen den Ketten ausgelöst, der zu drastisch sinkenden Lebensmittelpreisen führe. Damit aber werde die Inflationsrate deutlich vor Jahresende in den einstelligen Bereich gedrückt, sind die Wirtschaftslenker überzeugt.
Die zentral vorgeschriebene Rabattschlacht zwischen den sechs führenden Handelsketten wurde zum 1. Juni aufgelegt und handelte zunächst von Preisnachlässen, die 10% unter den Mindestpreis der letzten dreißig Tage gehen mussten. Ab 1. August gilt nun an Stelle von 10% die neue Vorgabe von 15%. Gleichzeitig endet die vor anderthalb Jahren eingeführte Preisdeckelung für ausgewählte Grundnahrungsmittel. Die betreffenden Produkte wie Zucker, Mehl, Speiseöl, Eier und Kartoffeln ergänzen quasi automatisch den Kreis jener Lebensmittel, die seit Juni im wöchentlichen Wechsel mit Pflichtrabatten versehen werden. Damit wird der drohende Sprung bei den Preisen der inmitten der Rekordinflation künstlich niedrig gehaltenen Grundnahrungsmittel ausgebremst, hofft das Wirtschaftsressort.
An der Rabattschlacht beteiligt werden praktisch alle Fleischsorten, Fischkonserven, Milch, Käse, Butter, Brot, Backwaren und Nudeln. Ja sogar frisches Obst und Gemüse, Säfte und Mineralwasser, Fertiggerichte, Gewürze, Kaffee und Tee unterliegen im wöchentlich wechselnden Rhythmus Sonderangeboten, die nunmehr mindestens 15% erreichen müssen.
