Budapester Börse
Private Anleger schauen hin
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Der Leitindex BUX legte allein in den letzten drei Jahren um durchschnittlich 35% zu, hob Varga hervor. Dieser Erfolg entgeht auch den Bürgern nicht: Während das Nettofinanzvermögen der Haushalte zur Jahresmitte einen neuen Rekord mit mehr als 115% am BIP verzeichnete, erreichte der Anteil von Aktien daran 2,9% – gemessen an 1,2% vor zehn Jahren. Mittlerweile sind an der Budapester Wertpapierbörse (BÉT) mehr als 150 Unternehmen gelistet, was Budapest zu einem der bestimmenden Börsenplätze in der Region mache. Der Notenbankpräsident lobte das Programm „BÉT50“, das Innovationskraft und Exportbefähigung der einheimischen KMU stärke und damit dazu beitrage, dass sich die Firmen und der Kapitalmarkt gegenseitig voranbringen.
Schutz für die Zukunft
Gegenüber dem Portal des staatlichen Nachrichtenfernsehens M1, hirado.hu, stellte der Präsident der Ungarischen Nationalbank (MNB) derweil klar, ein Schutzschirm wie von den USA dieser Tage für Ungarn gewährt handle immer von zukünftigen (denkbaren) Ereignissen und Szenarien. „Wenn ein Konflikt wirtschaftspolitischer, wirtschaftlicher oder geopolitischer Natur losbricht, sollten wir über einen angemessenen Schutz verfügen“, sagte Varga wörtlich. Das gelte selbst für so große Staaten wie Frankreich, wo die Ertragsniveaus derzeit steigen.
Unterdessen hat der Ertrag für zehnjährige ungarische Staatsanleihen am Mittwoch 7% erreicht. Zusammen mit Rumänien gilt Ungarn innerhalb der EU für Anleger somit als extrem risikobehaftet.
