MOE-TOP500

Polen gibt den Ton an

Die ungarische MOL-Gruppe ist vom Siegerpodest der größten Unternehmen Mittelosteuropas (MOE) der Coface-Rangliste verdrängt worden.

Der Kreditversicherer sah basierend auf den Geschäftszahlen für 2024 wie gehabt Orlen aus Polen vor Skoda aus Tschechien in der Region vorne, auf Platz 3 schob sich jedoch die polnische Einzelhandelskette Jeronimo Martins. Für den Mineralölkonzern MOL blieb somit der undankbare 4. Platz.

In der TOP500 der Region bei Coface sind insgesamt 61 ungarische Unternehmen aufgeführt, die mehr als 305.000 Beschäftigte zählen. Diese Unternehmen erreichten kumulierte Umsatzerlöse von 132 Mrd. Euro und Nettogewinne von gut 4,4 Mrd. Euro. Neben der MOL landeten die staatliche Energieholding MVM (8.) und die Audi Hungaria Zrt. aus Győr (10.) in der MOE-TOP10. Unter den größten ungarischen Unternehmen führt Coface noch die Robert Bosch Kft., die Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft. und die Diskontkette Lidl Magyarország auf.

Polens Übergewicht in Mittelosteuropa bleibt determinierend, auch wenn der starke Zloty und fehlende Arbeitskräfte das Wachstum ausbremsen. In der TOP500 finden sich gleich 178 Unternehmen mit mehr als 1,2 Mio. Beschäftigten aus Polen. Tschechien folgt mit 71 Unternehmen, Rumänien erscheint den Verfassern der Studie mit 56 Unternehmen unterrepräsentiert, da es ja doch die zweitgrößte Volkswirtschaft der Region verkörpert.

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