Kammerpräsident
Pauschalsteuer wird missbraucht
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László Parragh sagte der sozialistischen Tageszeitung „Népszava“, mit der günstigen Pauschalsteuer sollten ursprünglich Personen in den Kreis der Steuerzahler geholt werden, die zuvor in der Grauzone tätig waren. Heute gibt es nahezu 430.000 Einzelpersonen und Kleinfirmen, die nach der KATA Steuern zahlen, also monatlich pauschal 50.000 Forint, ohne zusätzliche Sozialabgaben.
Aus Datenbanken alles ersichtlich
Der Kammerpräsident sprach von 12-13% aller Arbeitnehmer: „Es ist nicht korrekt, wenn Anwälte, Makler oder Informatiker, aber auch Taxifahrer oder Journalisten, die normal angestellt sein könnten, auf diese Weise einer normalen Besteuerung ausweichen.“ Die MKIK möchte die KATA deshalb streichen und fürchte sich auch vor dem neuen Sturm der Entrüstung nicht. Er wünscht eine gerechte Lastenverteilung, möchte aber auch den Komfort dieser simplen Steuerform bewahren. Einigermaßen im Widerspruch zu sich selbst gab Parragh zu, aus den Datenbanken des Finanzamtes ließe sich exakt nachweisen, wer Anstellungsverhältnisse verdeckt.
Notenbank hat Inflation verschlafen
Der Kammerpräsident übte wieder scharfe Kritik an der Notenbank. Die MNB habe die Inflation nicht vorhergesehen, die mit dem Neuanlauf der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie aber „vorprogrammiert“ war. Nun muss die MNB den Inflationsdruck drosseln, ohne das Wachstum abzuwürgen. Das wären Aufgaben zur Genüge; stattdessen „erteilt die Notenbank der Regierung Ratschläge und erstellt Programme auf der Grundlage mystischer Zahlenspiele“.
