Energiebedarf
Pandemie sorgte für Delle
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Diese Einschätzung gab der Übertragungsnetzbetreiber Mavir Zrt. mit Hinweis auf einen in den Vorjahren konstanten Anstieg des Energiebedarfs. Im Zeitraum April bis Juni (also zur Zeit der ersten Notstandslage mit besonders drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens) sank der Verbrauch sogar um 9%. Die eingebaute Kapazität der Großkraftwerke nahm derweil um 465 auf 9.910 MW zu. Dieser Anstieg kam ausschließlich durch Anlagen zur Nutzung grüner Energien zustande, überwiegend durch die Installation von PV-Anlagen. Die gewerblichen Solaranlagen summieren sich inzwischen auf eine Gesamtkapazität von über 1.400 MW.
Die Spitzenbelastung im Energieverbund erreichte am 3. Dezember 2020 7.095 MW, was nur knapp unter dem historischen Rekord aus 2019 (mit 7.105 MW) lag. Im laufenden Jahr kletterten die saisonalen Höchstwerte laut Mavir weiter, auf 6.940 MW im Sommer (gemessen am 24. Juni) bzw. auf 7.119 MW im Winter (gemessen am 11. Februar), was zugleich einen neuen Allzeitrekord markierte.
Im vergangenen Jahr blieb die Atomenergie der wichtigste Energielieferant (mit einem Anteil von 47,7% an der Stromerzeugung), gefolgt vom Erdgas (28,1%) und den erneuerbaren Energien (13,2%).
