BIP-Wachstum
Nullkommazwei
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Das Zentralamt für Statistik (KSH) konnte am Donnerstagmorgen nur eine einzige positive Zahl präsentieren: Im Jahresvergleich ergab sich (saisonal und nach Kalendertagen bereinigt) ein BIP-Zuwachs um 0,6%. Dieser „Erfolg“ ist freilich der extrem schwachen Basis aus dem Vorjahr geschuldet, als sich Ungarns Wirtschaft anschickte, in die zweite Rezession seit der Corona-Krise abzugleiten.
In der ersten Schätzung verwies das KSH auf die Dienstleistungen als Wachstumstreiber, wohinter der relativ starke Privatkonsum steht. Gesondert hervorgehoben wird die IKT-Branche. Gebremst wurde die Gesamtleistung durch Industrie und Landwirtschaft. Das exportorientierte verarbeitende Gewerbe leidet unter dem Niedergang der deutschen Industrie, den Agrarsektor warf auch im Sommer 2025 wieder eine heftige Dürre zurück.
Über die ersten neun Monate des Jahres hinweg wuchs Ungarns BIP unbereinigt um 0,3%, bereinigt um 0,2%. Damit braucht es ein wirklich schwungvolles IV. Quartal, um für 2025 wenigstens noch ein bescheidenes Wachstum von 0,5% zu erreichen.
