Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung der Bauproduktion in diesem Jahrtausend (Vorjahr = 100).

Bauwesen

Nominal bereits über dem Rekord

Im September setzte sich der Zickzackkurs des Baugewerbes fort: Nach dem schwachen August legte der Ausstoß bereinigt wieder um 2,2% zum Vormonat zu.

Insbesondere wegen der extrem verteuerten Baustoffe lagen die Baupreise im III. Quartal um 26,2% höher, als vor einem Jahr.

Im Jahresvergleich wies das Zentralamt für Statistik (KSH) einen Anstieg der Bauleistung um 1,6% aus. Allerdings wurde dieser allein durch den Hochbau getragen (+3,3%), wohingegen sich der Tiefbau (-0,5%) weiterhin nicht erholen konnte. Im Zeitraum Januar-September wurde ein durchschnittlicher Zuwachs der Bauproduktion von 4,8% verzeichnet.

Beim Auftragseingang verringerte sich das Volumen zum Vorjahr um ein Fünftel (im August war es sogar ein Einbruch um die Hälfte), darunter im Tiefbau um ein gutes Drittel. Ende September fehlten den Baufirmen bereits 8,2% des Basiswertes beim Auftragsbestand, darunter im Hochbau sogar 15%.

Mit knapp 690 Mrd. Forint kam im September der höchste absolute Monatswert des Bauvolumens im laufenden Jahr zustande – im Vergleich zu 295 Mrd. Forint im Januar, dem gewöhnlich schwächsten Monat des Jahres. Über neun Monate betrachtet summierten sich die Bauleistungen auf 4.615 Mrd. Forint, was nominal bereits über dem Gesamtniveau des bisherigen Rekordjahres 2019 (von 4.380 Mrd. Forint) rangiert. Der Preisanstieg ist im Hochbau und bei den Fachgewerken besonders stark ausgeprägt und bewegte sich in diesen Segmenten im III. Quartal um 28%, im Tiefbau bei 22% über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem II. Quartal zogen die Preise der Branche wieder um durchschnittlich 5,2% an.

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