„Otthon Start“
Noch kaum Neubauten
Junge Paare stehen praktisch hinter jedem zweiten Kreditantrag, sagte Miklós Panyi auf einer Pressekonferenz am Freitag in Budapest. Der Staatssekretär des Ministerpräsidentenamtes sprach dann sogar von mehr als 20.000 jungen Menschen, die Weihnachten und den Jahreswechsel in einem neuen Zuhause verbringen können. Weitere 7.000 Kreditanträge liegen derzeit bei den Banken zur Aufarbeitung und nochmals 8.000 Kredite werden vorbereitet. Das Volumen der ausgereichten Kredite übersteige 500 Mrd. Forint (1,3 Mrd. Euro) und könnte in absehbarer Zeit um 300+300 Mrd. Forint zunehmen. Die Regierung rechne mit einer anhaltend hohen Dynamik und monatlich 5.-6.000 neuen Abschlüssen der Banken im Rahmen des Kreditprogramms „Otthon Start“. Zu Jahresbeginn erhalten die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst einen neuen Wohnzuschuss von einmalig 1 Mio. Forint, was dem Programm einen zusätzlichen Schwung verleihen dürfte.
Die bisherigen Kreditnehmer schlossen Verträge über durchschnittlich 34 Mio. Forint (knapp 90.000 Euro), bei Laufzeiten von durchschnittlich 21,5 Jahren. Aus dem Großraum Budapest stammen nahezu vier von zehn Anträgen, im Verhältnis zur Bevölkerung folgen die Komitate Győr-Moson-Sopron, Csongrád-Csanád, Fejér, Vas und Hajdú-Bihar. Die Antragsteller sind im Schnitt 34 Jahre alt, beinahe zur Hälfte verheiratet. Jeder Sechste kombiniert den günstigen Krediten mit CSOK-Zuschüssen, gut die Hälfte der Kreditnehmer zieht in Wohnungen mit 50-100 m2 Wohnfläche ein, aber nur jedes zehnte Objekt ist ein Neubau.
Der Staatssekretär betonte, das Kreditprogramm „Otthon Start“ werde Bestand haben, solange die Orbán-Regierung am Ruder ist. Seit nunmehr drei Monaten steigen die Immobilienpreise nicht weiter und auch die Mieten sinken – in manchen Budapester Stadtbezirken um bis zu 10%. Immobilienentwickler haben mehr als 50 Großprojekte angemeldet, die kumuliert mehr als 45.000 Wohneinheiten für das Programm enthalten. Ein gutes Dutzend Projekte ist mittlerweile bewilligt, bei denen 13.000 Wohnungen entstehen werden.

So ist das eben wenn Fördermittel nur einer Bevölkerungsgruppe gewährt werden.
Es gibt offensichtlich nicht so viele Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, die trotz Förderung, das Geld für Hausbau/Wohnungskauf haben.