Notenbank
Neuer Vize angehört
Dieser Artikel ist Teil unseres Bezahl-Angebots BZ+
Wenn Sie ein Abo von BZ+ abschließen, dann erhalten Sie innerhalb von 12 Stunden einen Benutzernamen und ein Passwort, mit denen Sie sich einmalig einloggen. Danach können Sie alle Artikel von BZ+ lesen. Außerdem erhalten Sie Zugang zu einigen speziellen, sich ständig erweiternden Angeboten für unsere Abonnenten.
Das sagte der Kandidat für das Amt eines Vizepräsidenten der Ungarischen Nationalbank (MNB), Dániel Palotai, bei der Anhörung vor dem zuständigen Parlamentsausschuss am Montag. „Wir müssen die Inflation wieder auf den Zielwert von 3% drücken!“ Vor allem die Kerninflation und die Preisentwicklung bei Dienstleistungen bereiteten Sorgen, die Erwartungshaltung der Konsumenten und der Wirtschaftsakteure müsse auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert werden. Die MNB müsse einen umsichtigen und stabilitätsorientierten Ansatz verfolgen und ihre Zinsschritte datenbasiert vornehmen.

Anfang März löste der vormalige Finanzminister Mihály Varga György Matolcsy an der Spitze der Notenbank ab. Varga brachte aus seinem Umfeld sogleich den Chef der Schuldenzentrale, Zoltán Kurali mit, der seither eine von vier Vizepräsidenten-Positionen bekleidet. Dieses Mandat wird für sechs Jahre vergeben. Der Leitzins steht seit dem vorigen Herbst bei 6,5%, die Inflation schnellte zu Jahresbeginn wieder über 5% hoch und stand auch im Mai noch bei 4,4%. Der positive Realzins ist wichtig, um den Forint zu stabilisieren.
Der Ökonom Dániel Palotai mit einem Abschluss der Budapester Corvinus-Universität arbeitete am Beginn seiner beruflichen Laufbahn bei der MNB, bevor er 2007 zur EZB wechselte. Ende 2010 leitete er eine Hauptabteilung im damaligen Volkswirtschaftsministerium, im März 2013 wurde er zum Geschäftsführenden Direktor und Chefökonomen der MNB ernannt. Seit Ende 2020 vertritt er Ungarn und die Region Mittelosteuropa in den Leitungsgremien des IWF.
