Flughafen „Ferenc Liszt“
Neue Eigentümer, neue Perspektiven
Das Jubiläum wurde am Mittwochabend festlich in der altehrwürdigen Musikakademie begangen, die wie der Flughafen den Namen des großen ungarischen Komponisten trägt. „Das Jahr 2024 war sehr wichtig in der Geschichte des Budapester Flughafens, der nach rund zwei Jahrzehnten wieder mehrheitlich in staatlichen Besitz gelangte“, sagte Nagy. Die Rücknahme stelle einen Meilenstein in der Wirtschaftsgeschichte des Nachwende-Ungarns dar. Der Wirtschaftsminister verteidigte die kostspielige Transaktion mit dem Hinweis, der internationale Flughafen bilde eine kritische Infrastruktur, die der Staat besser kontrollieren sollte. Zudem drücke dies die Souveränität Ungarns aus.
Der Flughafen sei Ungarns Tor zur Welt; in 75 Jahren zählte dieser mehr als 302 Mio. Reisende. Heute werden täglich 60.000 Passagiere abgefertigt, so viele, wie zum Auftakt in einem ganzen Jahr zusammenkamen. Von der Zusammenarbeit mit dem Brancheninvestor Vinci Airports verspricht sich die Regierung ein besseres Management des Drehkreuzes und bald wieder Langstreckenflüge nach Übersee. Die Passagierzahlen stiegen im vergangenen Jahr um ein Fünftel auf den Rekordwert von 17,6 Mio. Reisenden, im aktuellen Sommerflugplan werden bereits 130 Destinationen angeflogen. Die dynamische Entwicklung lässt den Minister hoffen, dass die beim Kauf des Flughafens kalkulierte Amortisationszeit von 16,5 Jahren markant verkürzt werden kann.
