Lohnentwicklung
Netto knapp eintausend Euro
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Der Medianlohn nähert sich für Vollzeitbeschäftigte nunmehr 400.000 Forint netto (knapp 1.000 Euro) im Monat an, teilte das Zentralamt für Statistik (KSH) am Dienstagmorgen die neueste Schätzung mit. Der durchschnittliche Bruttolohn übertraf erstmals auf Volkswirtschaftsebene 700.000 Forint.
Was die Analysten an den Zahlen für den vierten Monat positiv hervorhoben: Die Lohndynamik näherte sich seit langen Monaten erstmals wieder zweistelligen Werten an und lag um einen halben Prozentpunkt über jener im Durchschnitt des Zeitraums Januar-April. Im Klartext haben jene Unternehmen, die nicht gleich zu Jahresbeginn, sondern erst im Frühjahr die Lohnanpassung vornahmen, tiefer in die Tasche gegriffen, als das angesichts der trüben Wirtschaftslage erwartet worden war.
Im vierten Quintil lagen die Bruttolöhne sogar um 10,4% über dem Vorjahresniveau, so dass diese besser gestellte Gruppe der Arbeitnehmer heute im Durchschnitt 730.000 Forint brutto im Monat verdient. Im obersten Fünftel der Einkommenspyramide sind es mit 1,45 Mio. Forint sogar doppelt so viel: Hier finden sich vornehmlich Angestellte aus dem Finanz-, dem ITK- und dem Energiesektor.
Da die Inflation parallel im April zurückging, legten die Reallöhne auf Volkswirtschaftsebene um dynamische 5,2% zu. Aktuell hängt die Wettbewerbssphäre den öffentlichen Dienst wieder ab. Das liegt weniger am Druck des Arbeitsmarktes als an den klammen Kassen des Staates. Die durchschnittlichen Nettolöhne sollen laut der jüngsten KSH-Statistik im Wettbewerbssektor um 25.000 Forint höher liegen als im Kreis der Staatsdiener.
Das Wirtschaftsministerium verweist darauf, dass Firmen, denen die Anhebung des Mindestlohns um 9% zu Jahresbeginn Schwierigkeiten bereitete, ab Juli eine Kompensation beantragen können.
