Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung des Einzelhandels 2020-22 (gleicher Vorjahresmonat = 100).

Einzelhandel

Mit Ostern und Billigsprit

Im April lag das Einzelhandelsvolumen um 15,7%, nach Kalendertagen bereinigt sogar um 15,8% über Vorjahresniveau.

Wie das Zentralamt für Statistik (KSH) unmittelbar vor dem Pfingstwochenende weiter mitteilte, zeigte der Lebensmittelhandel eine bemerkenswerte Dynamik (+7,1%), wie sie seit Jahren nicht mehr verzeichnet wurde. Freilich spielt da das Osterfest hinein, das statistisch schwierig zu behandeln ist, weil es mal auf den Monat März, dann wieder in den April fällt.

Im Nonfood-Segment gab es einen durchschnittlichen Einkaufsschwung (+15,4%). Der Kraftstoffhandel an den Tankstellen schoss zwar erneut dramatisch über den Vorjahreswert hinaus (+37,3%), der ganz große Boom vom März (+51,4%) wurde aber nicht wieder erreicht. Bekanntlich sind diese Zahlen kein Grund zur Euphorie, verursacht die extreme Nachfrage doch eine Versorgungskrise im Lande. Nicht zufällig trat die Regierung nun auf die Bremse und sucht die Lösung in einer Diskriminierung der Fahrzeughalter ohne ungarisches Kennzeichen.

Zu laufenden Preisen wurden im Einzelhandel im April 1.375 Mrd. Forint umgesetzt. Im Zeitraum Januar-April stieg das Einzelhandelsvolumen um durchschnittlich 11,8%, darunter im Kraftstoffhandel um 30%, im Lebensmittelsegment noch um bescheidene 2,6%.

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